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Jeden Dienstag live beim Aktionsabend und hier zum Nachlesen.

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+++ 17. September 2019 +++

Klimakrise und Gefühle „Meine Gefühle sind eigentlich nichts, was ich mit der ganzen Welt teilen will, schon gar nicht, wenn sie ein direkt politisches Thema betreffen. Aber in den vergangenen Monaten habe ich in den Gesprächen mit euch gelernt, dass wir in der Klimakrise auch über Gefühle sprechen müssen. Gerade weil der Verstand hier manchmal zu versagen scheint. Sie sind der Samen, aus dem sich eine vernünftige Lösung entwickeln kann.“ schreibt der Autor Rico Grimm in seinem fantastischen Artikel „Hoffnung in der Klimakrise“ auf Krautreporter. Ihr könnt den Artikel unter diesem verschenke-Link auf Krautreporter lesen. https:// krautreporter.de/3047-hoffnung-in-der-klimakrise?shared=1618f2cf-6b9a-411b-afa5-873788480eb1 [via Krautreporter Online] p.s. Krautreporter ist gemeinschaftlich finanzierter Journalismus und für Alle die gerne qualitätvolle Texte werbefrei lesen wollen sehr zu empfehlen.

Aktivismus wirkt Vor rund einem Jahr erreichten die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forstes im Rheinischen Braunkohlerevier ihren Höhepunkt. Analog und digital solidarisierten sich tausende Menschen mit den Besetzer*innen vor Ort. Heute stehen noch rund 500 Hektar des artenreichen Mischwaldes an der Kante zum Tagebau. Ein Erfolg, nicht nur für den Wald vor Ort, sondern für eine ganze Bewegung, die an diesem Beispiel zeigt, wieviel möglich ist, wenn viele für die gemeinsame Sache stehen. [Klimareporter Online]

Acker und Rendite Das sogenannte „Landgrabbing“, also das Aufkaufen von Agrarflächen zu Renditezwecken durch große Investor*innen, läuft in Ostdeutschland nahezu ungebremst weiter. Die Folgen: die Bodenpreise steigen und Landwirt*innen, insbesondere bei Neugründungen, können sich kein Land mehr leisten. Bereits in 2017, so eine Studie des Thünen-Instituts, gehörten 34 Prozent der untersuchten Firmen in diesem Bereich Ortsfremden. Jüngst kaufte eine Stiftung der Aldi-Erb*innen drei Agrarfirmen in Sachsen-Anhalt – und erhielt dafür im vergangenen Jahr rund eine halbe Millionen Euro Agrarsubventionen. [via taz Online]

Mehr Kohle für’s Klima Mit dem Beschluss zum Haushaltsplan 2020 und 2021 durch die Bezirksverordnetenversammlung Mitte stehen für diesen Zeitraum mehr Gelder für den Klimaschutz zur Verfügung. Unter anderem soll eine neue Stelle für eine/n Klimaschutzbeauftragte/n geschaffen und mehr als eine Million Euro in die Grünanlagen und den Baumbestand des Bezirks investiert werden. [via Tagesspiegel Leute Online]

Dates
Festival Berlin bleibt! Stadt, Kunst, Zukunft

26.09. bis 06.10.2019 | HAU | hebbel-am-ufer.de

Streikvorbereitung Frühstück Weddinger Streikfrühstück
20.09.2019 | 09.30 Uhr | Projektraum Baumhaus

Demo Global Strike #allefuersKlima
20.09.2019 | 12.00 Uhr | Brandenburger Tor

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+++ 10. September 2019 +++

Brandschutz nur Vorwand? 86 Hütten hatte die Polizei im vergangenen Jahr im Hambacher Forst geräumt. Die offizielle Begründung dafür: Brandschutzvorschriften seien nicht eingehalten worden. Nun sind zwei von der Landesregierung beauftragte Rechtsgutachten veröffentlicht worden. Dazu äußerte sich Innenminister Herbert Reul (CDU), dass rechtsfreie Räume nicht zugelassen werden dürften und dass dies in diesem Fall eben mit dem Baurecht erreicht worden sei. [via Aachener Zeitung Online]

Black Rock City als Vorbild Seit fast drei Jahrzehnten findet im US-Bundesstaat Nevada das Burning Man-Festival statt. Inzwischen kommen rund 70.000 Teilnehmenden, um eine Woche in der temporären Stadt zu verbringen. Einer der Grundsätze: Leave no trace. Nach Ende des Happenings ist nichts mehr von den feiernden Massen zu sehen, Black Rock City verschwindet, es bleibt die gleichnamige Wüste als wäre nichts gewesen. Kann die Burning Man-Community Urbanismus beeinflussen, Wandel mit gestalten? Die Antwort ist ja: als Reallabor, in dem Prototyping mit urbanem Fokus stattfindet, extrem ressourceneffizient und open source. [via Actors of Urban Change Online]

Dates
Vortrag Für ökologische und soziale Gerechtigkeit! Pour la justice écologique et social
18.09.2019 | 19.30 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold | kiezhaus.org

Demo Mitte macht mobil zum Klimastreik

13.09.2019 | 11.00 Uhr | Rathaus Wedding | fridaysforfuture.berlin

Frühstück Weddinger Streikfrühstück

20.09.2019 | 09.30 Uhr | Projektraum Baumhaus | trimtabcollective.org

Demo Global Strike #allefuersKlima

20.09.2019 | 12.00 Uhr | Brandenburger Tor | fridaysforfuture.de

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+++ 03. September 2019 +++

Wir brauchen einen neuen Wachstumsbegriff Maja Göpel, Generelsekretärin des WBGU und Mitbegründerin von Scientists for Future sagt im Gespräch mit Netzpolitik: „Beim nachhaltigen Wirtschaften reden wir also über einen tiefgreifenden Strukturwandel, für den es vernünftige Ziele und Indikatoren geben sollte. Im öffentlichen Diskurs denken beim Thema Wachstum immer alle an das Bruttoinlandsprodukt.“ Das ganze Interview ist auf netzpolitik.org nachzulesen [via Netzpolitik Online]

Urban Farming Projekt Paris Das größte Urban Farming Projekt auf einer Dachfläche startet in Paris. Auf 14.000 Quadratmetern im 15. Arrondissement sollen Obst und Gemüse kultiviert werden, 30 verschiedene Sorten insgesamt. In der Hochsaison rechnen die Betreiber*innen mit einer Ernte von 1.000 Kiligramm pro Tag. [via Kommunal Online]

EU wirkt Seit Samstag steht der Braunkohletagebau Jänschwalde still. Das Verwaltungsgericht Cottbus entschied dies auf der Grundlage einer nicht verlängerten Frist für die Vorlage der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Tagebau als Voraussetzung für den Weiterbetrieb. Zurückzuführen ist der Vorgang auf eine Beschwerde durch die NGO’s Deutsche Umwelthilfe und Grüne Liga, die bereits im Juli eine sofortigen Stopp der Arbeiten gefordert hatten. [via rbb24 online]

XR bei UN Youth Climate Summit Am 21. September findet in New York das erste UN Youth Climate Summit statt. Die Veranstaltung ist eine Plattform, auf der junge Persönlichkeiten der Klima-Szene weltweit, Lösungsansätze präsentieren und mit den Entscheidungsträgern die größte Herausforderung unserer Zeit zu diskutieren. Pamela Elizarraras Acitores von Extinction Rebellion wird dabei sein. [Extinction Rebellion Online, © Extinction Rebellion]

Digitalisierung und Nachhaltigkeit Viele Protagonisten sehen in ihr auch eine bessere, eine grünere Zukunft. Die Digitalisierung hat das Zeug, entscheidend zur Nachhaltigkeitswende beizutragen. Diese Stimmen sind aus der Szene zu hören, nicht zuletzt aus dem Silicon Valley. Doch auch die Logik dieses Marktes folgt dem Wachstum. Was kann unter der Prämisse an positiven Effekten übrig bleiben? Diese und weitere spannende Fragen sind im Buch „Was Bits & Bäume verbindet“ enthalten, dass nach der Konferenz „Bits & Bäume“, die im vergangenen Jahr stattgefunden hat, entstanden ist. Kostenloser Download: oekom.de [via Netzpolitik Online]

Agrarwende in Brandenburg Es passiert viel im Agrarbereich rund um Berlin. Die Anzahl der ökologisch wirtschaftenden Agrarbetriebe nimmt zu, ein Beispiel ist die Sterngartenodysse, die in der Hauptstadt 500 Haushalte mit regionalem Gemüse versorgt. Doch der Bedarf kann nicht gedeckt werden, die Nachfrage ist größer als das Angebot, wenn es um regionale Biolebensmittel geht. Die meisten Landwirtschaften in Brandenburg werden allerdings noch konventionell betrieben, insgesamt rund 85 Prozent. Die Zahl der Ökohöfe steigt jedoch stetig: in 2016 wurden mit 138.000 ha eine etwa doppelt so große Fläche ökologisch bewirtschaftet wie in 1999. [via Tagesspiegel Online]

Dates
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+++ 27. August 2019 +++

Beteiligung am Leo startet Eine öffentliche Begehung des Leopoldplatzes fand am 26.08.2019 statt. Auf mein.berlin.de läuft jetzt die Online-Beteiligung. [via Berlin Online]

Eigenbedarf Die rund 70 Künstler*innen in den Uferhallen eröffneten in der vergangenen Woche die Ausstellung Eigenbedarf. Die Immobilie, einst vom Land Berlin für wenige Millionen verschleudert, ist im Besitz der Samwer Brüder, Stichwort Rocket Internet, die berlinweit seit vielen Jahren mit hohen Renditen im Immobiliensektor spekulieren. Nun machen die Künstler*innen auf ihre Lage aufmerksam. Wie es nach 2020 für sie weitergeht ist offen – bis dahin läuft ein Moratorium. Die Ausstellung ist noch bis 01.09.2019 zu sehen. [via Tagesspiegel Online, taz Online]

Kommt der Mietendeckel? Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) will Mieten künftig bei knapp acht Euro Kaltmiete deckeln. Das nun vorgestellte Eckpunktepapier, aus dem der Vorschlag stammt, stößt innerhalb der Opposition auf Widerstand. Sie will die Verfassungskonformität überprüfen lassen, auch die SPD ist wenig begeistert. Die Regelung soll für die kommenden fünf Jahre und alle Gebäude bis Baujahr 2013 gelten. [via rbb24 Online]

Weiter am Wasser? Der Gemeinschaftsgarten himmelbeet sucht seit mehr als drei Jahren nach einem neuen Standort. Nach einem Gespräch mit Bezirksbürgermeister von Dassel und Bezirksstadträtin Weißler stellte sich nun der Mettmannplatz als möglicher neuer Standort heraus. Alle Infos: himmelbeet.de/blogs/flaechenblog [via himmelbeet Online]

Rassismus im Wedding Der Verein „Narud e.V.” erfasst für den Bezirk Mitte die Anzahl rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle in Mitte. In 2018 waren es 495, in 2017 344. Dies bedeutet laut den Autor*innen des Berichts eine „erschreckenden Zunahme rassistischer Vorfälle“. Alle Informationen und Daten: www.berliner- register.de [via Weddingweiser Online]

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+++ 20. August 2019 +++

Bye bye Okjökull Der erste Gletscher Islands ist als Folge der Klimaerwärmung geschmolzen. An diesen Moment wird eine Gedenktafel erinnern, die einen „Brief an die Zukunft” zeigt. Dort heißt es: „In den nächsten 200 Jahren werden voraussichtlich alle unsere Gletscher diesen Weg gehen. Diese Gedenktafel soll deutlich machen, dass wir wissen, was passiert und was getan werden muss. Nur ihr wisst, ob wir es getan haben. […]“ [via Bayern 3 Online]

Es läuft etwas schief Seit 2012 gibt es den „Runden Tisch Liegenschaftspolitik“, der auch für einen sozialeren Umgang mit Boden in Berlin arbeitet. Daniela Brahms von ExRotaprint in Wedding in einem ausführlichen Interview zum Thema Bodenpolitik in Berlin gibt es beim Tagesspiegel zu lesen. „Wie soll Berlin mit seinen Grundstücken umgehen?“ [via Tagesspiegel Online]

Dates
mitmachen Backtag im himmelbeet
22.08.2019 | 18.00 Uhr | himmelbeet | himmelbeet.de

Film Unsere Große kleine Farm
24.08.2019 | 17.00 Uhr | City Kino Wedding | citykinowedding.de

Beteiligung Start der Beteiligung an der Umgestaltung des hinteren Leopoldplatzes
26.08.2019 | 17.00 Uhr | Hinterer Leopoldplatz | mein.berlin.de/projects/leopoldplatz

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+++ 13. August 2019 +++

Sonderbericht des IPCC Der Weltklimarat (International Panel on Climate Change = IPPC) hat einen Sonderbericht zum Thema Klimawandel und Landsysteme veröffentlicht. Zu rund 23 Prozent des menschengemachten Klimawandels tragen die Land- und Forstwirtschaft bei. Würden diese klimaschonender betrieben, bietet sich ein Einsparpotential von jährlich 2,3 bis 9,6 Milliarden Tonnen Treibhausgase, ein Vielfaches der gesamten deutschen Emissionen von zuletzt 866 Millionen Tonnen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Ernährungsgewohnheiten. „Eine ausgewogene Ernährung, die reich an pflanzlichen Bestandteilen ist, und der moderate Verzehr von Fleisch, Fisch und Milchprodukten sind wichtige Möglichkeiten, um Treibhausgas- Emissionen zu verringern“, sagt die IPCC-Autorin Joana Portugal Pereira. [via Spiegel Online]

Studie zur Reform der EU-Agrarpolitik Eine im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Studie hat die Auswirkungen der EU-Reformpläne der Agrarpolitik auf deren Beitrag zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals = SDGs) untersucht. Die Ergebnisse sind wenig überraschend und gleichzeitig dramatisch: die aktuellen Reformpläne seien nicht dazu geeignet, ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit zu erzielen und stellen einen klaren Rückschritt gegenüber den bisherigen Regelungen dar. Außerdem kritisieren die Wissenschaftler*innen u.a. die Direktzahlungen (erste Säule der GAP = Gemeinsame Agrarpolitik der EU). Etwa 40 Milliarden Euro, rund 70 Prozent des gesamten Agrarbudgets, gehen an Landwirt*innen allein in Abhängigkeit der Größe der bewirtschafteten Fläche. Dieses Vorgehen sei nachweislich ineffizient, klima- und umweltschädlich sowie sozial ungerecht. [via Weltagrarbericht Online]

Jahrhundertregen im Wedding Beim Unwetter am letzten Freitag im Juli ist nirgendwo in Berlin soviel Regen gefallen wie im Wedding. Rund 61 Liter waren es pro Quadratmeter – pro Stunde. Statistisch geschieht das eben nur einmal in hundert Jahren. Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe möchte aber nicht ausschließen, dass sich die Wahrscheinlichkeit solcher Regenmengen wegen der Klimaveränderung inzwischen erhöht hat. Er twittert: „Die 100-jährlichen Regen inflationieren“. Das der Starkregen den Stadtbäumen nur wenig hilft, sagt Christian Hönig, Baumschutzreferent des BUND. „Das Wasser kann gar nicht in die Erde eindringen.“ Der Boden sei zu stark verdichtet. [via Tagesspiegel Online]

Dates
Demonstration Global Strike #allefuersKlima
20.09.2019 | 12.00 Uhr | Invalidenpark | fridaysforfuture.berlin

selber machen Offene Fahrradwerkstatt der brm*
18.08.2019 | 13.00 Uhr | himmelbeet | himmelbeet.de

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+++ 06. August 2019 +++

Mehr Artzenschutz in Bayern Nach dem Ergebnis des sehr erfolgreichen Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ – mehr als 18 Prozent der Wahlberechtigten hatten im Februar für den Gesetzesentwurf gestimmt – hat der Bayerische Landtag das Volksbegehren angenommen. Der Natur- und Artenschutz soll mit der Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes wesentlich verbessert werden. Ein Ziel ist die Erhöhung des Anteils des ökologischen Landbaus auf 30 Prozent bis 2030. [via taz Online]

Keine Lastenräder im Zug Zum 1. August hat die Deutsche Bahn die Beförderungsbedingungen geändert und untersagt damit die Mitnahme von Lastenrädern. Im entsprechenden Passus heisst es „Sogenannte Lastenräder (Fahrräder oder Pedelecs mit festen Aufbauten für Lasten- und/oder zum Transport von Kindern) sind von der Mitnahme ausgeschlossen“. Eine Petition gegen diese Änderung ist schon online: „Ausnahmeregelung für Lastenräder – Anpassung der Beförderungsbedingungen der DB“. [via open Petition Online]

dérive Radio: Hitze in der Stadt Dem Thema widmet sich das dérive-Radio und ergründet dabei Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und -resilienz sowie die Wichtigkeit des Klimaschutzes in der Stadt. Zu hören unter: derive.at/radio [via dérive Online]

Dates
lokal Ökomarkt Wedding
jeden Dienstag & Freitag | 10.00 bis 17.00 | Leopoldplatz

Konsum Tauschmarkt für Kleidung: Kinder & Erwachsene
11.08.2019 | 14.00 Uhr | himmelbeet | himmelbeet.de

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+++ 30. Juli 2019 +++

Women care Mehr als 70 Prozent der Teilnehmenden am ersten weltweiten Klimastreik im vergangenen März waren weiblich. Das ergab eine Studie der TU Chemnitz. In ihrer aktuellen Kolumne schreibt Margarete Stokowski zum Thema Frauen und Klimaschutz. „Frauen leisten die meiste Care-Arbeit auf diesem Planeten, und demzufolge könnte es einfach logisch sein, wenn Frauen nun auch die meiste Care-Arbeit für den Planeten leisten.“ Die ganze Kolumne „Warum es so viele Frauen an der Klimafront gibt“ ist auf Spiegel Online nachzulesen. [via Spiegel Online]

Schlimmste Befürchtungen übertroffen Der Permafrostboden in einigen Regionen Kanadas ist bereits jetzt in einem Ausmaß aufgetaut, dass Wissenschaftler*innen erst für das 2090 prognostiziert hatten. Im kurzen Zeitraum von 2003 bis 2016 sind die Böden teilweise um 90 Zentimeter abgesackt. Der IPPC hatte dieses Ausmaß erst für Ende des Jahrhunderts angenommen. Sekundäreffekte wie eine nur geringe Bodenbedeckung durch Pflanzen könnten den Effekt verstärken. Die größte Schwierigkeit ist jedoch, dass das Abtauen der Böden zur Freisetzungen riesiger Mengen an Treibhausgasen führt und die Klimakatastrophe befördert. [via Süddeutsche Zeitung Online]

Dates
selber machen Workshop | Ätherische Öle destillieren
07.08.2019 | 17.30 | himmelbeet | himmelbeet.de

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+++ 23. Juli 2019 +++

Umweltbundesamt rechnet mit Konflikten um Wasserverteilung Da die Bedarfe für Wasser zukünftig steigen könnten und große Verbraucher wie z.B. die Landwirtschaft dazukommen, befürchtet das Umweltbundesamt Konflikte um die Verteilung von Wasser. „Häufigere trockene Sommer bedeuten auch, dass sich voraussichtlich mehr Nutzer um die Ressource Wasser streiten werden“, so Jörg Rechenberg, Wasserexperte beim Umweltbundesamt. (via Tagesschau Online)

Was länger hält muss früher gehen Dinge die lange halten haben im Wirtschaftssystem des Kapitalismus schlechte Karten. So erging es auch dem „Superfestglas“, einem DDR-Patent, hergestellt im VEB Sachsenglas Schwepnitz. Das Patent lief aus und bis heute hat sich niemand mehr wirklich dafür interessiert. Die Kurzdoku „Superfestglas: Warum die DDR-Erfindung abgewickelt wurde“ ist in der ARD-Mediathek zu finden. [via FICKO Magazin Online]

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+++ 16. Juli 2019 +++

2018 mehr Ökolandbau als jemals zuvor 2018 stieg der Anteil des Ökolandbaus an der Gesamtagrarfläche in Deutschland auf 9,1 Prozent. Bewirtschaftet wird das Land von insgesamt rund 32.000 Betrieben. Das wiederum entspricht rund 12 Prozent aller Landwirtschaften. Den höchsten Anteil bundesweit hat das Saarland. [via ZDF Online]

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+++ 09. Juli 2019 +++

FFF Köln im Dauerstreik „Wenn Freitage nicht reichen streiken wir die ganze Woche“. So lautet das Motto der Fridays for Future Köln, die ab dem 08.07.2019 für eine Woche vor den Sommerferien auf dem Alten Markt für ein sofortiges Handeln für den Klimaschutz demonstrieren. [via Fridays for Future Köln Online]

Volksinitiative Klimanotstand Berlin Ein Bündnis will per Volksentscheid erreichen, dass Berlin anderen Kommunen folgt und den Klimanotstand ausruft. In diesem Fall wären sämtliche politischen Entscheidung unter den Vorbehalt der Klimaverträglichkeit gestellt. Aktuell sammelt die Initiative Unterschriften um das erste Quorum zu erreichen. [via Klimanotstand Berlin Online]

Dates
mitmachen Offenes Treffen Klimanotstand Berlin
jeden Montag | 18.30 | Supermarkt Berlin | klimanotstand.berlin

zelten Klima Camp im Leipziger Land
3. bis 11. August 2019 | Pödelwitz | klimacamp-leipzigerland.de

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+++ 02. Juli 2019 +++

Gummistiefel statt Schneeschuh Bei einem Forschungsaufenthalt auf Grönland stieß der Wissenschaftler Steffen Olsen auf ein Problem. Er wollte Daten im Meereis auslesen, die in entsprechenden Geräten aufgezeichnet werden, doch er konnte sie nicht sehen. Weder das Eis, noch die Geräte. Das weisse Meereis war von Wasser bedeckt. Eine Folge der Schmelze der grönlandischen Eisdecke. Tragisch ist das vor allem für die indigene Bevölkerung der Region, die für Transport, Fischerei und Jagd auf das Eis angewiesen ist. [via CNN Online]

Praktikum im himmelbeet Für den Zeitraum August bis Oktober sucht das himmelbeet nach Freiwilligen, die das Projekt im Bereich Gemeinschaftsgarten und Gärtnerei im Rahmen eines Praktikums unterstützen wollen. Alle Infos: himmelbeet.de/kontakt/jobs [via himmelbeet Online]

Für die Rechte von Geflüchteten/#freecarola Als Reaktion auf die Festnahme der Kapitänin der Seawatch III Carola Rackete finden am kommenden Wochenende bundesweit Demonstrationen statt. Alle Infos: seebruecke.org [via Seebrücke Online]

Dates
Konzert Solikonzert für #wannwennnichtjetzt
06.07.2019 | 18 Uhr | Cassiopeia | wannwennnichtjetzt.org

Festival RemmiDemmi & Radieschen – Ein inklusives Festival
06.07.2019 | 10.00 Uhr | himmelbeet | himmelbeet.de

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+++ 25. Juni 2019 +++

Climate Justice Now! Die Aktion massenhaften zivilen Ungehorsams gegen die Kohlenutzung in Deutschland ist offiziell beendet. Für mehr als 40 Stunden haben die Aktivist*innen Kohleinfrastruktur im Rheinland stillgelegt. [via Ende Gelände Online]

Bis an die Grenzen für bio Nach mehr als 100 Jahren Hofgeschichte haben sich Tobias und Heike Mehring entschieden, den Schweinemastbetrieb von konventionelle auf biologische Erzeugung umzustellen. „Wenn man vorher gewusst hätte, was es manchmal für Kraftakte waren, hätte man vielleicht nochmal überlegt.“ Das ganze Feature „Bin oft an meine Grenzen gekommen“ gibt es im Deutschlandfunk zum nachhören. [Deutschlandfunk Online]

Dates
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+++ 18. Juni 2019 +++

„Earth Overshout Day“ 2019 am 29. Juli An diesem Tag werden wir mehr Ressourcen von der Erde genutzt haben, als unser Planet in einem ganzen Jahr produziert. [via BUND Online]

Senat beschliesst Eckpunktepapier zum Mietenedeckel Der Senat hat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag ein Eckpunktepapier zum Mietendeckel beschlossen. Es ist Grundlage für ein zu erarbeitendes Landesgesgesetz. Im Papier ist v.a. festgehalten, dass Mieten in der Hauptstadt für fünf Jahre nicht erhöht werden dürfen. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem Beschlusstag, ausgenommen sind Erstverträge in Neubau und der soziale Wohnungsbau. [via Tagesspiegel Online]

Fünf Gramm pro Woche Laut einer aktuellen Studie der University of Newcastle im Auftrag des WWF nehmen wir im Durchschnitt fünf Gramm Mikroplastik bzw. ca. 2.000 Partikel pro Woche zu uns. Das ist in etwa soviel eine Kreditkarte. Der Naturschutzverband fordert nun ein globales Abkommen mit verbindlichen Zielen, dass verhindern soll, dass jedes Jahr Millionen Tonnen Kunststoffmüll in die Natur gelangen. [via Tagesschau Online]

Klimakrise macht Arbeit Das die Klimakrise eine Realität ist, zeigt sich auch daran, dass sie Jobs generiert. Correctiv porträtiert in einem aktuellen Artikel sechs Menschen, die sich beruflich mit der Klimakrise beschäftigen. Zum Beispiel Astrid Endler, die in Berlin, im Auftrag des Senats, versucht den Schaden auf Stadtebene zu begrenzen oder Kristine Kruschwitz, die nach Gemüsesorten sucht, die dem Klima auch in Zukunft noch gewachsen sind. Den ganzen Artikel „Diese sechs Menschen haben einen Job, weil der Klimawandel schon da ist“ gibt es auf correctiv.org. [via Correctiv Online]

Dates
zusammen Community Night, Mitbring-Buffet & Groove Meditation
20.06.2019 | 17.00 Uhr | Projekthaus Baumhaus | baumhausberlin.de

Film Die Stadt als Beute
09.07.2019 | 20.30 Uhr | ://about blank | nomadenkino.de

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+++ 04. Juni 2019 +++

Interaktive Website zur Klimakatastrophe Carbon Brief hat eine interaktive Website gebaut, auf der die Auswirkungen der Temperaturerhöhung sichtbar werden. Link zur Website: interactive.carbonbrief.org zu sehen. [via CarbonBrief Online]

Mikroplastik im Acker Inzwischen betrifft die Diskussion um Mikroplastik nicht mehr nur die Meere, sondern ist längst auch an Land angekommen. Welche Schwierigkeiten Mikroplastik in Ackerböden macht, kann im ZDF nachgesehen werden. Beitrag: „Mikroplastik in Ackerböden“. [via ZDF Online]

The long Read In dieser Kategorie präsentiert der Guardian aktuell einen eindrücklichen Artikel zum Thema Anthropozän und stellt im Titel die Frage: „The Anthropocene epoch: have we entered a new phase of planetary history?“ Der Begriff Anthropozän wurde 2000 von Chemiker und Atmosphärenforscher Paul Crutzen gemeinsam mit Eugene Stoermer geprägt und ist ein Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. [via The Guardian Online]

Dates
Demo Der Wedding braucht einen geschützten Radweg
15.06.2019 | 11.00 Uhr | Müllerstrasse 147 | volksentscheid-fahrrad.de

Film Die Rote Linie – Widerstand im Hambacher Forst
verschiedene Kinos in Berlin, z.B. Lichtblick-Kino | lichtblick-kino.org

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+++ 28 Mai 2019 +++

Milliardenhilfen für Kohleregionen Im Zuge des Ausstiegs aus der Braunkohle hat das Kabinett Milliardenhilfen für die Braunkohleregionen beschlossen. Insgesamt handelt es sich um eine Summe von rund 40 Milliarden Euro. Mehr oder weniger gleich verteilt soll es in die Reviere in der Lausitz und dem Rheinland fließen. [via Klimareporter Online]

Klares Zeichen gegen Rüstungsexporte Aktivist*innen haben am heutigen Dienstag bei der Jahreshauptversammlung von Rheinmetall protestiert. Neben einem Fassadenbanner entrollten Personen weitere Banner auf der Bühne des Saals, in dem die Versammlung stattfand. Hauptvorwurf der Aktivist*innen ist der Waffenexport einer Konzerntochter auf die arabische Halbinsel. [via Spiegel Online]

Roter Wedding, grüner Wedding Spannende Wahlergebnisse im Wedding: Die Grünen haben in fast allen Kiezen deutlich gewonnen. Im Sprengelkiez kamen sie auf 39,5 Prozent. Erstaunlich auch das Ergebnis der Partei. Im Wedding erreichte sie insgesamt 7,5 Prozent, 9,5 Prozent waren es im Soldiner Kiez und Gesundbrunnen. [via Weddingweiser Online]

Strassenumbenennung im Afrikanischen Viertel Nachdem die Diskussion um die Strassenumbenennungen im Afrikanischen Viertel im Rahmen der Dekolonisierung bereits länger andauert, hat die Bezirksverordnetenversammlung nun Post aus Bayern bekommen, genauer vom Großneffen des Königs Rudolf Duala Manga Bell, nach dem der Nachtigalplatz in Manga-Bell-Platz unbenannt werden soll. Beim Gespräch darüber sei ihm und dem aktuellen König aufgefallen, dass der Name Manga Bell „eine Erfindung der Kolonialherren“ ist, der eigentliche Name des Königs sei Duala gewesen. Wir bleiben dran… [via Tagesspiegel Online, Bezirk Mitte Online, taz Online]

Dates
ganzer Tag Nachhaltigkeitstag im Gemeinschaftsgarten
02.06.2019 | 11.00 Uhr | Rote Beete | centre-francais.de

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+++ 22. Mai 2019 +++

Erwärmung ist nicht genug Die Britische Tageszeitung The Guardian aktualisiert ihren „Styleguide“ zur Berichterstattung über den Klimanwandel. Die Themen sollen so präziser wiedergegeben werden: „Instead of climate change the preferred terms are climate emergency, crisis or breakdown and global heating is favoured over global warming, although the original terms are not banned.“ Katharine Viner von The Guardian sagt: „We want to ensure that we are being scientifically precise, while also communicating clearly with readers on this very important issue”. [via The Guardian Online]

Besser spät als nie In die Bezirksverordnetenversammlung Mitte (der Stadtteil Wedding gehört zum Bezirk Mitte) wurde per Antrag die Schaffung einer Stelle eines Klimaschutzbeauftragten/einer Klimaschutzbeauftragten eingebracht. Die Abstimmung fand im Rahmen der Beschlüsse zum Bezirkshaushalt 2020/21 statt. [via Tagesspiegel heute Online, Bezirk Mitte Online]

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+++ 14. Mai 2019 +++

Gute Nachrichten! Zwei wichtige Bundestagspetitionen haben das Quorum von 50.000 erreicht und müssen nun im Bundestag angehört werden. Zum einen war die Petition zur Pestizidkontrolle („Reformierung der Risikoprüfung für Pestizide zum Schutz von Bienen und anderen Insekten“) mit mehr als 70.000 Mitzeichnenden erfolgreich, außerdem hat die von Parents for Future initiierte Petition zur Festschreibung der Pariser Klimaschutzziele in nationales Recht („Verabschiedung eines verbindlichen, sektorübergreifenden Klimaschutzgesetzes“) mehr als 60.000 Stimmen bekommen. (via Pestizidkontrolle Online, Spiegel Online]

Keine Kohle mehr Das schwedische Unternehmen Doconomy stellt seine Kredit-Karte DO Black vor. Die Karte hat ein CO2-Limit. Ist dieses erreicht, können keine Bezahlvorgänge mehr getätigt werden. „Mehr als 60 Prozent der CO2-Emission stehen in Verbindung mit Konsum“ sagt das Unternehmen im Video zum Launch der Karte. Das Motto: „Everyday Climate Action: Start connecting your consumption to its impact on our planet and reduce your carbon footprint day by day.“ Neben der Erfassung der CO2-Emissionen beim bezahlen macht eine App den CO2- Verbrauch sichtbar. Auf der Website ist derzeit die Eintragung auf einer Warteliste für die Karte möglich. [via Doconomy Online]

Feature Permakultur Permakultur ist die Verbindung aus permanent und agriculture und ein Gegenentwurf zur industriellen Landwirtschaft. Was die Permakultur ausmacht und welche Arbeit der „Förderverein Permakultur“ im Ruhrgebiet tut, kann im aktuellen Feature „Wie zukunftsfähig ist das Konzept der Permakultur?“ im Deutschlandfunk Kultur gehört werden. (via Deutschlandfunk Kultur Online]

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+++ 07. Mai 2019 +++

Tag der Lebensmittelverschwendung Am 2. Mai hat der WWF den Tag der Lebensmittelverschwendung ausgerufen. Rein rechnerisch werden pro Jahr in Deutschland alle Lebensmittel weggeworfen, die bis zum 2. Mai produziert wurden. 18 Millionen Tonnen ingesamt. Auf die Frage, wie ein Systemwechsel im Lebensmittelsegment des Handels gelingen kann sagt die Ökotrophologin Silke Friedrich (Fachhochschule Münster) im Interview: „Ganz wichtig ist die sogenannte Internalisierung externer Kosten. Wenn etwa bei der Futtermittelproduktion Schäden an der Umwelt  oder beim Transport von Lebensmitteln per Flugzeug CO2-Emissionen entstehen, müsste sich das im Preis ausdrücken“. [via Süddeutsche Zeitung Online]

Verschätzt Die Aktionär*innen der Bayer AG haben den Vorstand bei der jährlichen Hauptversammlung zum ersten Mal in der Konzerngeschichte nicht entlastet. Grund: unvorhersehbare Rechtsrisiken durch Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Glyphosat, dem Totalherbizid und Kassenschlager des Konzerns Monsanto, den Bayer 2018 übernahm. Die Bayer-Aktie war nach der Verurteilung des Konzerns zu Schadenersatzzahlung in Höhe von 150 Millionen Euro um mehr ein Drittel eingebrochen. Mark Tümmler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sagte im Rahmen der Hauptversammlung: „Nie zuvor hat ein Dax-Konzern Reputation und Wert so schnell eingebüßt – das ist eine Schande.“ [via Tagesspiegel Online, Die Zeit Online]

Konstanz ruft Klimanotstand aus Nach London, Los Angeles und Vancouver hat Konstanz als erste deutsche Stadt den Klimanotstand ausgerufen. Der Impuls sei durch die Bewegung Fridays for Future gesetzt worden, nach dem Vertreter*innen der Bewegung im Gespräch mit Oberbürgermeister Uli Burchardt waren. Im Anschluss wurde eine Beschlussvorlage erarbeitet, durch den Gemeinderat bestätigt mit der Folge, dass zukünftige Entscheidungen unter einen Klimavorbehalt gestellt sind. Deutschlandweit sind aktuell weitere Kommunen wie Hamm (Westfalen) und Kiel aufgefordert, dem Vorbild von Konstanz zu folgen. [via Spiegel Online]

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+++ 30. April 2019 +++

Dramatischer Anstieg des Artensterbens Zwischen 500.000 und 1.000.000 Tier- und Pflanzenarten sind akut vom Aussterben bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der UN zum Stand der Artenvielfalt. Ähnlich desaströs ist die Bilanz der Ökosysteme: etwa die Hälfte, sowohl zu Lande wie im Wasser, sind durch den Eingriff des Menschen bereits schwer beeinträchtigt worden. Aus Sicht der am Bericht beteiligten Forscher*innen reiht sich die derzeitige Entwicklung in die Massenaussterbe-Ereignisse ein, von denen es in den vergangenen 500 Millionen Jahren insgesamt fünf gab. Die Geschwindigkeit des Aussterbe-Prozesses sei zehn- bis hundertmal höher als die im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. „Wir müssen anerkennen, dass der Klimawandel und die Zerstörung der Natur gleichgewichtig sind“, sagte der IPBES-Vorsitzende Robert Watson. [via Tagesschau Online]

Breite Proteste in England Die elftägigen Proteste der Klima-Aktivist*innen von Extinction Rebellion in London sind beendet. Nachdem Mitte April mehrere Hundert Personen nach Blockaden von Verkehrsinfrastruktur festgenommen wurden, folgten weitere Aktionen des Zivilen Ungehorsams der Klimaschützer*innen. Die Anzahl der Festnahmen stieg inzwischen auf über 1.000. Zum Abschluss der Proteste blockierten die Aktivist*innen den Eingang der Londoner Börse. Die Protesttage waren die größte Aktion Zivilen Ungehorsams in der jüngeren Geschichte Großbritanniens. [via Die Zeit Online, Tagesspiegel Online]

Agrar-Lobbyismus Eine Studie des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen kommt zu dem Ergebnis, dass eine vergleichsweise kleine Gruppe aus Politiker*innen, Agrarkonzernmanagern, Banker*innen und Verbandsfunktionär*innen maßgeblich mitbestimmen, was auf den Tellern der Verbraucher*innen landet, indem sie Schlüsselpositionen in Parlamenten und anderen einflussreichen Gremien besetzen. Joachim Rukwied, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), hat 18 weitere Posten, z.B. als Aufsichts- oder Beirat diverser Großunternehmen wie der Südzucker AG oder der Landwirtschaftlichen Rentenbank inne und ist weiter Vorstandsvorsitzender des „Forum moderne Landwirtschaft“, in dem u.a. auch mit Bayer Crop Science und BASF zusammengearbeitet wird. Die Autor*innen der Studie ziehen die Bilanz, dass diese Verflechtungen wesentlicher Grund dafür sind, dass Umwelt und Natur, Tierwohl sowie Gewässer- und Klimaschutz bei politischen Entscheidungen häufig auf der Strecke bleiben. [via Süddeutsche Zeitung Online]

Temperaturhoch Seit 13 Monaten in Folge liegen die Temperaturen in Deutschland über dem vierteljährigen Durchschnitt. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 ist das laut DWD noch nicht vorgekommen. Die erste Auswertung der Ergebnisse der ca. 2.000 Messstationen ergab eine Temperaturzunahme um 2,2 Grad Celsius gegenüber der Referenzperiode 1961 bis 1990. DWD-Präsident Gerhard Adrian sagt: „Wir können den Klimawandel jetzt live erleben“. [via Berliner Zeitung Online]

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Demo Kein Raum der AfD
01.05.2019 | 10.00 Uhr | S-Bahnhof Blankenburg | Demo-Übersicht Heraus zum 1. Mai auf taz.de

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+++ 23. April +++

Im Zweifel gegen den Zweifel „Die Welt wird immer komplexer: Das war die Hypothese, mit der wir in den vergangenen Jahrzehnten hantiert haben. Was aber, wenn die beim Klimawandel nicht mehr stimmt?“ schreibt Maximilian Probst in Die ZEIT, denn: die Katastrophe ist vorhersehbar. Möglicherweise ist ein Grund, warum die Menschheit nicht in der Lage war, diese Katastrophe abzuwenden, genau dieses. Trotz allem Wissen und all den technischen Möglichkeiten sind wir dabei, unsere Lebensgrundlage zu zerstören und das kommt einer großen Kränkung gleich, ähnlich der kopernikanischen Entdeckung, dass der Mensch nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Im Zweifel für den Zweifel gilt laut Probst nicht mehr. Er schließt in seinem Beitrag: „Um die Klimakatastrophe abwenden zu können, muss der aufgeklärte Mensch wenigstens an dieser Stelle einmal aufgeben, was ihm so lange als eine seiner größten Tugenden erschien: die Fähigkeit zu zweifeln“. (Der Schock, wenn alles plötzlich ganz einfach erscheint, 05. April 2019, zeit.de) [via Zeit Online]

Bye bye Plastik Die Delegiertenversammlung des Anbauverbandes Demeter hat als erster deutscher Bioverband den Abschied von Plastikverpackungen bei frischem Obst und Gemüse beschlossen. Zwei Jahre bleibt den Erzeuger*innen und Händler*innen, die neue Richtlinie umzuzsetzen. „Wir begreifen es als Chance, zu einem Kulturwandel für Bio beizutragen, der überfällig ist“ sagte Demeter-Vorstand Alexander Gerber. [via demeter Online]

Weiterer Dürresommer möglich Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem weiteren Dürresommer, der noch trockener als der im vergangenen Jahr ausfallen könnte. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, sagte der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch. Besonders betroffen sei der Osten von Deutschland. Zu rechnen wäre mit hohen Ertragsverlusten in der Landwirtschaft, die Startbedingungen durch die Dürre im letzten Jahr seien ohnehin nicht gut. Doch auch der Wald ist in Gefahr. Schon jetzt gelten hohe Waldbrand-Warnstufen, der Deutsche Feuerewehrverband fordert mehr Löschhubschrauber in Deutschland. [via Tagesschau Online]

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+++ 16. April 2019 +++

Klimawandel in der Region Wie sich der Klimawandel in der Region Berlin-Brandenburg auswirkt zeigt eine Auswertung von Daten des Deutschen Wetterdienstes und dem Landesamt für Umwelt Brandenburg. Die Auswertung unterstreicht, was viele bereits ahnen. Es wird bei anhaltender Klimaerwärmung eine deutliche Zunahme der Wetterextreme geben. Um den Trend umzukehren (seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 ist die Jahresmitteltemperatur in der Region bereits um rund ein Grad gestiegen) bleibt nur wenig Zeit. Eine Reduktion der CO2-Emission auf Null bis 2100 kann die Erwärmung auf 1,2 Grad im Vergleich zur Periode 1972 bis 2000 begrenzen, bei einem „weiter so“ sind Temperaturanstiege bis 6,4 Grad Celsius möglich. Alle Infos: www.rbb24.de. [via Klimareporter Online]

Ermittlungen gegen Deutsche Wohnen-Tochter Eine Tochter des Konzerns Deutsche Wohnen soll beim Vorkaufsrecht betrogen haben, die Staatsanwaltschaft ermittelt. In die Schlagzeilen geraten war der Konzern im Zusammenhang mit dem Erwerb großer Wohnungsbestände an der Karl-Marx-Allee. Die Tochterfirma Predac hatte 675 Wohnungen an die Deutsche Wohnen verkauft. Einige Mieter*innen hatten dabei ein Recht auf Vorkauf. Der Vorwurf lautet nun, dass die Beteiligten die Preise der Wohnungen für diese Mieter*innen verteuert haben. Eine Anwohnerin hatte dagegen Anzeige erstattet und ein Rechtsgutachten erstellen lassen. [via Tagesspiegel Online]

Weniger Fleisch, mehr Klimaschutz Eine Studie des Öko-Instituts zeigt, dass die Klimaschutzziele in der Landwirtschaft nur zu erreichen sind, wenn die Fleischproduktion drastisch reduziert wird. Laut der von der Klima-Allianz Deutschland beauftragte Untersuchung stammen 70 Prozent der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft aus der Viehhaltung (inklusive Futtermittelproduktion). Nur mit einer „Abstockung der Tierbestände“ könnten die Klimaziele der Landwirtschaft erreicht werden. [via Klimareporter Online]

Volksinitiative „Artenvielfalt retten – Zukunft sichern“ startet Nach bayerischem Vorbild startet nun auch in Brandenburg eine Volksinitiative gegen das Artensterben, organisiert von den großen Natur- und Umweltschutzverbänden NABU, BUND und Co. (artenvielfalt-brandenburg.de). 20.000 Unterschriften müssen in den kommenden Wochen gesammelt werden, damit der Landtag sich dem Thema annimmt. Überraschend hat nun auch der Landesbauernverband eine Volksinitiative gestartet. Der Landesgeschäftsführer des BUND zeigt sich dazu wenig amüsiert. Die Volksinitiative sei „so eine Art Plagiat“ und nennt die Initiative eine „Vernebelungsaktion“ Schließlich sei die Hauptursache für Insektensterben klar: die Intensivierung der Landwirtschaft. Und der damit verbundene Einsatz von Insektiziden. [via Tagesspiegel Online]

Frei, fair, lebendig Neuerscheinung zum Thema Commons. Über das Buch: „Der Wunsch nach einer gerechten Welt ist kein utopischer Traum. Das zeigen die beiden Commons-Experten Silke Helfrich und David Bollier in ihrem neuen Buch. Sie legen überkommene ökonomische Denkmuster frei und entwerfen ein Programm für ein gelingendes Miteinander, ein anderes Politikverständnis und ein sorgsames Wirtschaften ohne Wettbewerb und Profitstreben. Daneben bietet das Buch eine Sprache für die Welt von morgen. So verändert es nicht nur die Wirtschaft und die Politik – es verändert auch uns.“ Open Access unter transcript-verlag.de [via Transcript Verlag Online]

Dates
Filmreihe Übernehmen wir ?! Von der der Fabriken und dem Beginn von etwas Neuem
25.4.2019 bis 15.05.2019 | Lichblick-Kino | lichtblick-kino.org

Workshop Möbelbau mit den Baufachfrauen
05.05.2019 | ZK/U | guetermarkt.de

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+++ 09. April 2019 +++

40.000 für bezahlbaren Wohnraum Am vergangenen Samstag hatte das Bündnis Gegen Verdrängung und #mietenwahnsinn erneut zur Demo gerufen. Rund 40.000 sind dem laut Angaben der Organisator*innen gefolgt und fluteten die Strassen zwischen Alexanderplatz und Schlesischem Busch, wo die Demo an der Arena endete. [via Spiegel Online]

Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ Mit der Demo startete das Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“. In kürzester Zeit kamen 15.000 der 20.000 für die Einleitung des Volksbegehrens notwendigen Unterschriften zusammen. Die erste Hürde ist damit schon fast genommen. Die Initiative will das Land Berlin dazu auffordern, Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen zu enteignen. Das zielt insbesondere auf die Deutsche Wohnen ab. Das Unternehmen besitzt in Berlin etwa 112.000 Wohnungen und stand immer wieder wegen seines Umgangs mit Mietern in der Kritik. [via Tagesspiegel Online]

Ryanair unter den Top 10 Unter den Top 10 der größten CO2-Verursacher in der EU sind sieben deutsche Kohlekraftwerke. Mit Ryanair gehört zum ersten Mal eine Fluggesellschaft zu den größten CO2-Emittenten. [via Deutschlandfunk Online]

Fünf Euro fix Wien ist für seine progressive Wohnungspolitik bekannt und fördert diese nun nachhaltig mit dem Erlass einer neuen Bauordnung. Darin ist festgelegt, dass die Nettohöchstmiete maximal fünf Euro pro Quadratmeter bei den geförderten Wohnungen betragen darf. Außerdem darf bei künftigen Bauprojekten nur noch ein Drittel der Wohnnutzfläche frei finanziert werden, zwei Drittel der Fläche bleiben geförderten Wohnungen vorbehalten. Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal erklärte, man bekämpfe damit die Hauptursache der Kostenexplosion beim Wohnen, nämlich die Spekulation mit Grund und Boden, und schaffe dadurch mehr leistbaren Wohnraum. [via Tagesspiegel Online]

Bye bye Einwegplastik Das EU-Parlament hat die Abschaffung vieler Einwegprodukte beschlossen. Es werden vor allem die Produkte aus dem Handel verschwinden, die durch plastikfreie Alternativen ersetzbar sind: Plastikteller, Plastikhalme und Plastikwattestäbchen zum Beispiel. Damit will die EU ein deutliches Zeichen setzen. Auch eine Kennzeichnungspflicht für Produkte, die einen nennenswerten Plastikanteil enthalten, ist vorgesehen – beispielsweise für Feuchttücher. [via Tagesschau Online]

himmelbeet bis Ende 2020 Laut einer Pressemitteilung des Bezirksamts Mitte, kann der Gemeinschaftsgarten himmelbeet eine weitere Saison auf der Fläche Ruheplatzstrasse/Schulstrasse unweit des Leopoldplatzes bleiben. Grund ist, dass das dort geplante Bauvorhaben intensiviert werden soll und sich so die Planungs- und Finanzierungsphase verlängert. Wie es anschließend für das Projekt weitergeht ist nach wie vor unklar. [via Bezirk Mitte Online]

Dates
Orientierung Kritische Orientierungswochen an der Beuth-Hochschule
08.04.2019 bis 12.04. 2019 | Beuth-Hochschule | asta.studis-bht.de

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+++ 02. April 2019 +++

Verkehr nicht klimatauglich Die Klimaschutz-Kommission hat die ganze Nacht hindurch getagt, herausgekommen ist ein Minimalkompromiss, die Ziele des Klimaschutzes bis 2030 im Verkehr werden jedoch verfehlt werden. Einigung gab es über die Reduzierung von Ticktepreisen im ÖPNV, bessere Netzauslastung bei der Bahn und eine CO2-Abgabe auf KfZ-Treibstoffe. Keine Lösung gab es in Bezug auf die Themen Quote für Elektroautos, ein generelles Tempolimit auf Autobahnen und ein Bonus-Malus-System, das Käufer dazu bringen soll, auf ein klimafreundliches Auto zu setzen. Beim derzeitigen Verhandlungsstand bleibt ca. ein Drittel der nötigen CO2-Einsparung offen. [via Tagesschau Online]

Penny und der WWF Was bedeutet es eigentlich, wenn große Umwelt-NGO’s mit Großunternehmen kooperieren. Was motiviert wen und was sind die Folgen. Dazu hat sich Autor Harald Willenbrock in der Brand Eins Gedanken gemacht: „Für die Edeka-Genossenschaft“, sagt ein Branchenkenner, „ist Nachhaltigkeit das Qualitätsmerkmal, um ihre Eigenmarken gegenüber den etablierten Handelsmarken aufzuwerten.“ Der WWF-Panda auf Produktpackungen adelt die No-name-Ware zu ökologisch besseren Produkten. Und was bringt der Panda der Umwelt? Den Artikel „Eine heikle Partnerschaft“ gibt es in der Brand Eins Onlineausgabe auf brandeins.de. [via Brandeins Online]

Artensterben und kein Ende? Schnellere Fortschritte beim Artenschutz. Dafür will sich Bundesumweltministerin Schulze bei der UN Biodiversitätskonferenz im kommenden Jahr in Peking einsetzen. Die Konferenz formuliert globale Ziele für den Erhalt der Biodiversität. Laut Bundesamt für Naturschutz nimmt fast jede dritte insektenfressende Vogelspezies in ihrem Bestand zum Teil dramatisch ab, lautet ein Befund. Am stärksten bedroht sind die Offenlandarten. Der „Vogel des Jahres“ 2019, die Feldlerche, nahm in ihrem Bestand den Daten zufolge fast um die Hälfte (45 Prozent) ab. Gründe dafür sind die Bedrohung und das Verschwinden geeigneter Lebensräume durch die Industrielle Landwirtschaft. Die Daten stammen aus dem Bericht der Bundesregierung, den sie alle sechs Jahre an die EU abliefern muss, um so die Umsetzung der Europäischen Vogelschutzrichtlinie nachzuweisen. [via Süddeutsche Zeitung Online]

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+++ 26. März 2019 +++

Für eine klimafreundliche Landwirtschaft Klare Botschaften von Farmers for Future: Die Initiative fordert eine klimafreundliche Landwirtschafts-Politik und ruft alle Bio-Bäuer*innen dazu auf, sich der Erklärung und den Forderungen der Initiative anzuschließen. Außerdem suchen die Bäuer*innen nach bewährten Methoden und neuen Ideen für eine klimafreundliche Art der Landwirtschaft. Gegründet hat die Initiative der Demeter-Landwirt Jakob Schererz vom Bauckhof Stütensen: „Wir müssen was tun, ein Weiter-so ist keine Option! Die Schülerinnen und Schüler, die freitags für ihre Zukunft und die unserer Erde auf die Straße gehen, treten dafür ein, dass unsere Wirtschaftspolitik zu einer Klimapolitik wird. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – die „Scientists for Future“ – unterstützen ihre Forderungen mit Fakten. Bereits heute setzen wir Bio-Bäuerinnen und -Bauern uns auf den Höfen fürs Klima ein – und wollen dabei noch besser werden. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns solidarisieren!“ [via Farmers for Future Online]

Plastik im Boden Mehrere Forscher*innenteams haben sich mit dem Eintrag von Plastik in Böden befasst und sind zu alarmierenden Ergebnissen gekommen. Eine Forscher*innengruppe der Uni Bayreuth untersuchte Bodenproben von landwirtschaftlichen Flächen. Bis 900 Kunststoffpartikel konnten dabei in einem Kilogramm Kompost nachgewiesen werden. Pro Hektar Ackerfläche errechneten sie Belastungen von 150.000 Partikeln. Haupteintragsquellen dürften falsch entsorgte Abfälle in Privathaushalten aber auch die mangelhafte Entsorgung von Lebensmittelabfällen aus Supermärkten und der Industrie sein. Lebensmittelabfälle aus dem Handel werden in der Regel inklusive Verpackungen als Biomüll angeliefert und geschreddert. 60 Prozent der Fundstücke bestanden aus Polyethylen, das aus Lebensmittelverpackungen stammt. Dazu kamen vor allem noch Styropor und PET. [via ZDF Online]

#hambibleibt auf der Leinwand Der Filmemacher Nick Schader will eine Diokumentation über die Situation im Hambacher Forst drehen. „Ein Langzeit-Dokumentarfilm über den erbitterten Kampf von Umweltaktivisten gegen den Braunkohletagebau Hambach und den Energieriesen RWE. Ein Film über Klimagerechtigkeit und die Bewegung #HambiBleibt, die durch die Geschehnisse im Herbst 2018 internationale Aufmerksamkeit erlangte.“ Aktuell läuft das Crowdfunding für das spannende Filmprojekt „Trees of Protest“ auf startnetxt. [via Startnext Online]

Dates
Demonstration Berliner Klimastreik mit Greta
29.03.2019 | 10.00 Uhr | Invalidenbark | fridaysforfuture.berlin

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+++ 19. März 2019 +++

Weltweit klare Botschaften Am vergangenen Freitag protestierten weltweit hunterttausende Schüler*innen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Klimakrise. Nachdem sich bereits viele Länder der „Fridsys for Future“-Bewegung angeschlossen haben, war dies der erste offizielle globale Streiktag. Laut den Organisator*innen folgten dem Aufruf Jugendliche in fast 1700 Städten weltweit. Fridays for Future mobilisierte auch in Deutschland Hunderttausende. In Deutschland waren 220 Proteste angekündigt, laut Veranstaltenden beteiligten sich rund 300.000 Menschen daran. In Berlin waren es laut Angaben der Polizei rund 20.000. [via Tagesschau Online]

Whale with loads of plastic found at Philippines shore A young whale was found dead after washing ashore at Philippines coast. Scientists where shocked, as they found that the Cuvier’s beaked whale died from gastric shock after ingesting more than 40 kg of plastic bags. „It’s disgusting,” biologists from D’ Bone Collector Museum said. “Action must be taken by the government against those who continue to treat the waterways and ocean as dumpsters.” [via The Guardian Online]

Weniger Treibhausgase durch ökologischen Landbau Das ergaben Untersuchungen unter Leitung von Prof. Andreas Gattinger von der Universität Gießen vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und dem Schweizer Forschungszentrum Agroscope. Rund 40 Prozent geringer sind die Treibhausgas- emissionen von ökologischen Landbau im Vergleich zum konventionellen – egal ob auf die Fläche oder den Ertrag bezogen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des DOK-Langzeitversuchs gewonnen, der seit 1978 biologisch-dynamischen, organisch-biologischen und konventionellen Anbau von Ackerkulturen wie Weizen, Kartoffeln, Mais, Soja oder Kleegras am selben Standort vergleicht. [via Topagrar Online]

Ermittlunsgsstand nach G20 Unzureichender Tatverdacht, nicht herauszufindende Namen der Polizist*innen. Etwa 1,5 Jahre nach dem G20-Gipfel in Hamburg sind 94 Verfahren gegen Polizist*innen eingestellt, in 60 Verfahren ermittelt die Staatsanwaltschaft derzeit noch. Nach den Protesten wurde das Thema Polizeigewalt diskutiert. [via NDR Online]

Zusammen gegen Uploadfilter Derzeit wird heiss diskutiert und protestiert, die Gefahr der Zensur des Internets steht für viele User*innen unmittelbar bevor. Auslöser sind sogenannte Uploadfilter, die potentiell urheberrechtsrelevante Inhalte filtern, bevor sie hochgeladen werden. Inzwischen ist die Protestbewegung groß und auch eine der ältesten Kommunikationsformen des Internets, die Foren, organisiert sich. Egal ob Zierfische, Grillen, Selbstbau oder Marmelade kochen: Bei „Foren gegen Uploadfilter“ sprechen sie sich gemeinsam gegen das Vorhaben der EU und der Bundesregierung aus. Nach eigenen Angaben unterstützen dort bislang 433 Foren mit mehr als 19 Millionen Mitgliedern die Initiative. [via Netzpolitik Online]

Wo unser Café herkommt Respekt den Erzeugenden und ihren Produkten: Das Café-Kollektiv Flying Roasters aus der Hochstrasse im Wedding schreibt von einer seiner Reisen zu den Produzent*innen, von denen sie Cafébohnen direkt beziehen: „Könnt ihr euch vorstellen, dass der Kaffee über solche Wege bis zu uns nach Deutschland kommt? Die Besuche bei den ProduzentInnen lehren uns immer wieder Demut vor dem Produkt und den langen, harten Wegen des Rohkaffees. (Dieses Foto ist in Honduras entstanden). [via Flying Roasters Online]

1199 mal dagegen Traurig aber wahr: 1199 Einsprüche gegen die Umbenennung von Straßen im Wedding sind bei der zuständigen Stelle im Bezirksamt eingetroffen. Wie nun konkret mit den Ergebnissen der Beteiligung an den Maßnahmen zur Dekolonisierung des Wedding umgegangen wird, bleibt offen. Laut Bezirksamt werden die Widerspruchsbescheide in der Reihenfolge ihres Eingangs gefertigt und zugestellt. Das Verfahren sei gesetzlich geregelt. „Die Diskussion, ob die Umbenennungen erfolgen, wurde bereits geführt und mündete in der vorliegenden Beschlusslage der Bezirksverordnetenversammlung. Diese hat mit ihren Beschlüssen die Absicht zur Umbenennung damit bereits eindeutig festgelegt.“ Das lässt doch hoffen! [via Berliner Zeitung Online]

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+++ 12. März 2019 +++

Feiertag und zehntausende auf der Strasse Seit diesem Jahr ist der Weltfrauentag in Berlin ein offizieller Feiertag, btw. ist Berlin das einzige Bundesland, dass das hinbekommen hat. In den Strassen der Hauptstadt waren zehntausende Menschen unterwegs, um für Gleichstellung und Frauenrecht zu demonstrieren. Aber nicht vergessen: jeder Tag ist Frauenkampftag! [via Tagesschau Online]

100 Prozent Erneuerbare ab 2030 möglich Bei den Klimazielen in Deutschland hakt es bekanntermaßen ja insgesamt schon länger. Der im aktuellen EEG festgelegte Ökostrom-Ausbau bis 2030 wird nur für einen Erneuerbaren-Anteil von 55 Prozent an der Stromerzeugung reichen – das 65-Prozent-Ziel wird damit deutlich verfehlt. Das stellt ein jetzt veröffentlichtes Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin fest, beauftragt von der Bundestagsfraktion der Grünen. Um das 65-Prozent-Ziel zu erreichen, müssen aus Sicht der DIW-Forscher jährlich 4.400 Megawatt Photovoltaik und 4.300 Megawatt Wind an Land hinzukommen. Werde zusätzlich die gesamte Wind-Offshore-Kapazität auf 20.000 bis 35.000 Megawatt gesteigert, könnte der Ökostrom-Anteil bis 2030 sogar auf 85 Prozent und mehr zunehmen. In einem schnellen Erneuerbaren-Ausbau sehen die Forscher nicht nur eine „effiziente Ergänzung“ zum Kohleausstieg, sie halten auch eine weitgehende „Vollversorgung“ durch Erneuerbare im Stromsektor schon 2030 für möglich. [via Klimareporter Online]

Acker-Ausverkauf Rund 70 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen in Ostdeutschland gehören nicht mehr den Bauern, die sie bewirtschaften. Der Wissenschaftler Andreas Tietz (Thünen Institut) untersuchte in einer Studie 853 Unternehmen in fünf ostdeutschen Bundesländern daraufhin, wie sich deren Eigentümer-Struktur seit 2007 verändert hat. So waren Anfang 2017 bei jedem dritten Agrarbetrieb ortsfremde, überregional aktive Investoren die Mehrheitseigentümer. Am höchsten war die Quote mit 41 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern, am zweithöchsten in Brandenburg mit 36 Prozent. Während sich die Bodenpreise im Westen in den letzten Jahren verdoppelten, haben sie sich im Osten seit 2007 sogar verdreifacht. [via Heise Online]

Mehr rechtsmotivierte Angriffe in Sachsen Die Zahl der rechtsmotivierten oder rassistischen Angriffe in Sachsen hat im vergangenen Jahr um 38 Prozent zugenommen. Es habe insgesamt 317 Fälle mit mindestens 481 Betroffenen gegeben, teilte der Opferberatungsverein RAA Sachsen mit. Erklären lässt sich der Anstieg der Taten unter anderem durch die rechtsgerichteten Übergriffe in Chemnitz nach einem Tötungsdelikt im vorigen Sommer. [via Spiegel Online]

Nicht schon wieder… Der selbsternannte „Volkslehrer“ Nikolai Nerling will sich heute in die Stadtteilvertretung Moabit wählen lassen. Außerdem hat er provozierend angekündigt die Aktionswoche gegen Rassismus in Wedding und Moabit besuchen zu wollen. Die Wahlen finden heute um 19 Uhr in der Heilands-Kirche in die Thusnelda-Allee 1 in Berlin-Moabit statt, antifaschistischer Widerstand ist angekündigt. [via Hände weg vom Wedding Online]

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+++ 05. März 2019 +++

Welternährung und Diversität Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN FAO warnt vor Gefahren für die Welternährung durch einen Rückgang der Biodiversität. In einer umfassenden Bestandsaufnahme aller Arten, die für das Ernährungssystem von Bedeutung sind und auf die jene Menschen angewiesen sind, die unsere Lebensmittel anbauen und bereitstellen, wird deutlich, dass das Artensterben nicht nur die Pflanzen und Tiere betrifft, die Nahrung, Tierfutter, Brennstoffe und Fasern liefern sondern ebenso unzählige Organismen, die durch Ökosystemdienstleistungen zur Lebensmittelproduktion beitragen. „Weniger Artenvielfalt bedeutet, dass Pflanzen und Tiere anfälliger für Schädlinge und Krankheiten sind.“ sagt FAO- Generaldirektor José Graziano da Silva. [via Weltagrarbericht Online]

Attac nicht gemeinnützig Der globalisierungskritische NGO Attac wurde durch den Bundesfinanzhof die Gemeinnützigkeit aberkannt. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass Attac versuche die politische Meinung zu beeinflussen was nicht zur politischen Bildung beiträgt. Diese aber ist Bedingung für den steuerrechtlichen Status der Gemeinnützigkeit. Das könnte laut Expert*innen weitreichende Folgen haben. Als eine Bombe für alle NGO’s bezeichnet die Journalistin Birgit Marschall die Entscheidung. Sie befürchtet, dass durch den geschaffenen Präzedenzfall auch weitere Organisationen nicht mehr gemeinnützig sein können und so deren Existenz in Frage gestellt sein könnte. [via Deutschlandfunk Online]

Daten zur Umweltgerechtigkeit Berlin Eine aktuelle Studie zeigt für Berlin erstmals auf Ebene der Stadtquartiere die Verteilung von Umweltgerechtigkeit auf. Dabei werden Daten verschiedener Indikatoren wie z.B. die Verteilung von öffentlichem Grün Sozialdaten zu Armut und Arbeitslosigkeit gegenübergestellt. Die im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz beauftragte Untersuchung hat ergeben, dass Kieze mit hoher Arbeitslosigkeit und Kinderarmut besonders von Belastungen wie z.B. Verkehrslärm betroffen sind. Dazu zählen auch die Weddinger Quartiere Afrikanisches Viertel und Leopoldplatz. [via Morgenpost Online]

Nachverdichtung statt neuem Bauland Mehr als eine Millionen Wohnungen können deutschlandweit laut einer aktuellen Studie realisiert werden – ohne dafür neues Bauland zu nutzen. Das ergab eine Studie zum Thema Nachverdichtungspotential. In den Großstädten ist dieses besonders groß, da hier im großen Umfang Raum zur Verfügung steht, der aktuell nur bedingt genutzt ist. Gemeint sind damit vor allem Parkplätze, Supermärkte, Parkhäuser oder leer stehende Bürogebäude. Die Bundesarchitektenkammer weist allerdings darauf hin, dass eine bauliche Realisierung in vielen Fällen nicht ohne weiteres möglich sei, da der Gebäudebestand für z.B. zusätzliche Stockwerke nicht ausgelegt sei. [via Süddeutsche Zeitung Online]

Auf dem Trockenen? Der Sommer 2018 war der wärmste und trockenste in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und der Trend hält weiter an. Im Herbst fielen in Berlin nur 55 statt der üblichen 128 Liter Regen pro Quadratmeter, der Februar in diesem Jahr war überdurchschnittlich trocken. Die Menge an verfügbarem Grundwasser ist ausreichend, problematisch könnte es jedoch um die Beschaffenheit und Qualität des Wassers stehen. „Der Wasserkreislauf ist ein großes System, und wenn ich an einer Schraube drehe, das ist zum Beispiel der Klimawandel, dann verändere ich das ganze System.“ sagt Michael Schneider, Professor für Hydrogeologie an der Freien Universität Berlin. Hier sind insbesondere die Schadstoffeinträge aus den Braunkohletagebauen zu nennen. Am Pegel Rahnsdorf, südöstlich von Berlin wurden bereits 2015 Spitzenwerte von 320 Milligramm Sulfat pro Liter gemessen, 28 Prozent über dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung. [Klimareporter Online]

Dates
Antirassismus Die Internationale Woche gegen Rassismus
11. bis 24.03.2019 | Berlin Mitte | demokratie-in-der-mitte.de

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+++ 26. Februar 2019 +++

Wie wirkt EU-Agrarpolitik? Im Januar ist die aktuelle Ausgabe des Agrar-Atlas der Heinrich Böll-Stiftung herausgekommen. „Die EU-Agrarpolitik ist ein bürokratisches Monstrum. Viele wissen noch einmal, dass es sie gibt.“ sagen die Macher*innen. Darum kann im Agrar-Atlas übersichtlich und anschaulich aufbereitet nachvollzogen werden, welche sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen die EU-Agrarpolitik hat. Alle Infos unter www.boell.de/agraratlas. [via speiseräume Online]

1,2 Millionen für die Berliner Ernährungswende Soviel können laut Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt bereits in diesem Jahr für die Umsetzung der Berliner Ernährungsstrategie eingesetzt werden. Der Fokus liegt aktuell bei einer Wende der Gemeinschaftsverpflegung, die die Hauptrolle im Leuchtturmprojekt „House of Food“ nach Kopenhagener Vorbild spielen soll. Wo der Standort des Vorhabens sein wird, steht derzeit noch nicht fest, in Betracht kommt aber auch die Markthalle Neun in Kreuzberg [via taz Online]

Leistungen des Ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesundheit Das Thünen-Institut untersuchte in Analyse, welche gesellschaftlichen Leistungen der Ökologische Landbau erbringt. Untersucht wurden u.a. die Felder Wasserschutz, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Klimaschutz, Klimaanpassung, Ressourceneffizienz und Tierwohl. Insgesamt konnten die Wissenschaftler*innen feststellen, dass die ökologische Bewirtschaftung gegenüber der konventionellen im Bereich des Umwelt‐ und Ressourcenschutzes bei rund 58 Prozent der betrachteten Fälle Vorteile aufwies. Außerdem schlussfolgern sie, „dass der ökologische Landbau einen relevanten Beitrag zur Lösung der umwelt‐ und ressourcenpolitischen Herausforderungen dieser Zeit leisten kann und zu Recht als eine Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Landnutzung gilt.“ Alle Infos: www.thuenen.de. [via speiseräume Online]

Und noch eine Studie zum Thema Ernährung Die EAT-Lancet Commission des Wissenschaftsmagazin Lancet hat einen ausführlichen Artikel zu den Themen gesunde Ernährung und nachhaltige Ernährungssysteme veröffentlicht. Unter anderem geht es um Lebensmittelerzeugung als Faktor für Ökosystemzerstörung. Für die Realisierung eines Ernährungssystems, dass hohe Ansprüche sowohl an die menschliche Gesundheit, die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die globale Gerechtigkeit erfüllt, sei „nichts weniger als eine Agrarrevolution“, notwendig, sagt Johan Rockström, ein Vorsitzender der Kommission und designierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). „Die gute Nachricht ist, es ist nicht nur machbar“, es könne auch auf Wegen erreicht werden, von denen Landwirte, Konsumenten und die Erde profitieren. [via Frankfurter Rundschau Online]

Aktueller Stand zum Vorkaufsrecht in Berlin Seit 2015 bis Ende Januar 2019 haben die Berliner Bezirke in 39 Fällen das Vorkaufsrecht zur Anwendung gebracht, allerdings sind davon aktuell erst 17 Fälle rechtskräftig. Insgesamt wurden so 1174 Wohnungen gesichert. Gekauft wurden die Objekte von Städtischen Wohnungsbaugesellschaften, wobei der Kaufpreis den Verkehrswert durchschnittlich um 20 Prozent überstieg. [via Tagesspiegel Online]

Still alive – Wallace-Riesenbiene Für 38 Jahre war sie verschollen und ist jetzt auf einer Insel der Nördlichen Molukken wieder aufgetaucht. Ein Wissenschaftler eines Suchteams entdeckte ein weibliches Exemplar der Megachile pluto „Wallace-Riesenbiene“, die mit der etwa vierfachen Größe einer durchschnittlichen Honigbiene die größte Vertreterin der Bienen weltweit ist. [via The Guardian Online]

Siegel für nachhaltige Fischerei gerät in die Kritik Eine Studie der NGO Birdlife International zeigt gravierende Mängel beim „Marine Stewardship Council – MSC“-Siegel für nachhaltige Fischerei. In der Studie wurde insbesondere der Beifang seltener und streng geschützter Wale, Delfine, Seevögel und Meeresschildkröten geprüft. Das alarmierende Ergebnis zeigte, dass lediglich drei von insgesamt 23 untersuchten Fischereibetrieben diesbezüglich mit der Note „gut“ bewertet wurden, nur ein Betrieb konnte nachweisen, dass der Beifang im Rahmen der MSC-Zertifizierung rückläufig ist. Vertreter*innen aus Forschung und Wissenschaft fordern eine grundlegende Reform des Siegels. [via NABU Bundesverband Online]

Berlin pestizidfrei? Fraktionen von SPD, Linken und Grünen setzen sich in Abgeordnetenhaus dafür ein, Pestizide wie Glyphosat aus der Pflege des öffentlichen Grüns zu verbannen. Berlin würde damit rund 200 Kommunen folgen, die schon heute darauf verzichten. Betroffene Flächen sind unter anderem Kinderspielplätze, Schulhöfe, Krankenhäuser und Seniorenresidenzen, Parks, Sport-, Verkehrs- und Grünflächen sowie die landeseigenen Forsten. Auch für beauftragte Fremdfirmen soll das Verbot gelten. Martin Kaupenjohann, Professor und Leiter des Fachgebiets Bodenkunde am Institut für Ökologie der Technischen Universität (TU) Berlin sagt „Ich kann diesen Plan nur befürworten. Es gibt keine Notwendigkeit für Herbizide im Stadtraum.“ [via Tagesspiegel Online]

Klimaaktivist*innen von RWE verklagt Nach der Besetzung von Kohleinfrastruktur im Kraftwerk Weisweiler 2017 verklagte der Stromkonzern RWE nun insgesamt sechs Personen auf Schadenersatz in Höhe von über zwei Millionen Euro. Neben dem strafrechtlichen Prozess wegen Hausfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Störung öffentlicher Betriebe legte der Konzern nun mit einer zivilrechtlichen Klage nach. Die Prozesstermine stehen derzeit noch nicht fest. [via Klimareporter Online]

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Veranstaltungsreihe Die Internationale Woche gegen Rassismus
11. bis 24.03.2019 | Berlin Mitte | demokratie-in-der-mitte.de

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+++ 19. Februar 2019 +++

Amazon not welcome – größtes Investitionsprojekt New Yorks wird nicht stattfinden Ohne Vorzeichen teilte der Onlineversandhandel Amazon mit, sein zweites Hauptquartier nicht in Long Island zu realisieren. Amazon begründete die Entscheidung mit dem wachsenden Widerstand von Bevölkerung und Lokalpolitiker*innen. [via Tagesschau Online]

Insektensterben weltweit Eine neue Übersichtsstudie des australischen Sydney Institute of Agriculture wertete 73 Analysen zum Rückgang unterschiedlicher Insektenarten aus aller Welt aus. Das Ergebnis, wie erwartet, ist alarmierend. Mehr als 40 Prozent der Bestände sind weltweit rückläufig, ein Aussterben zahlreicher Arten in den kommenden 100 Jahren möglich. Betroffene Gruppen sind insbesondere Schmetterlinge und Hautflügler wie Bienen und Ameisen. Als Hauptgrund sehen die Wissenschaftler*innen die industrielle Landwirtschaft. [via Spiegel Online]

Klimawandel feiert Premiere bei der Münchner Sicherheitskonferenz Einmal im Jahr treffen sich in München Sicherheitspolitiker*innen, Militärs und Vertreter*innen der Rüstungsindustrie um über die globale Sicherheitslage zu debattieren. In diesem Jahr stand zum ersten Mal in der Geschichte der Treffen, die seit den1960er Jahren stattfinden, der Klimawandel und dessen Einfluss auf die globale Sicherheitslage auf der Tagesordnung. Besucht war die prominent besetzte Podiumsdiskussion allerdings nur schwach und die wichtigen Entscheider*innen, die es in der Hand hätten, für mehr Klimaschutz zu sorgen, waren weder auf dem Podium noch im Publikum vertreten. [Klimareporter Online]

Klimaschutzgesetz liegt weiter (Achtung Wortwitz) auf Eis Nachdem die Bundesregierung ihr Handeln in Sachen Klimaschutz in Kommissionen, wie der Kohle-, der Verkehrs- und der Gebäudekommission verlagerte und konkrete Maßnahmen wie ein Tempolimit auf Autobahnen mit #kommtnicht abgewiegelt wurden, ist klar, dass die verbindliche Regelung des Klimaschutzes in Gesetzesform vorerst noch weiter auf sich warten lassen wird. [via Klimareporter Online]

Volksbegehren endet mit Rekordbeteiligung Ende Januar startete in Bayern das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Konkret geht es um einen Gesetzentwurf für mehr Arten- und Naturschutz. Geendet ist es als das erfolgreichstes Volksbegehren der Geschichte Bayerns. 1.745.383 Millionen Menschen haben unterzeichnet, das entspricht 18,4 Prozent der Wahlberechtigten. Nun wird sich der Landtag mit der Gesetzesvorlage auseinandersetzen. [via Tagesspiegel Online, Volksbegehren Artenvielfalt Online]

Netzwerk Urbane Gärten Berlin veröffentlicht Positionspapier Anlass ist die „Charta für das Berliner Stadtgrün“, in der das Berliner öffentliche Grün neu verhandelt wird. Den Urbanen Gärten wird dabei lediglich ein Potenzial für Zwischennutzungen zugesprochen – für die Gärtnernden das Aus einer ganzen Bewegung in der „Hauptstadt des Urban Gardenings“. Die Aktivist*innen sagen: „Wir wünschen uns ein Umdenken und das Ausloten von neuen Handlungsspielräumen. Denn Stadt ist keine Ware, sondern muss Lebensraum für alle sein. Jetzt und in Zukunft.“ Sie fordern einen Dauergartenvertrag für Berlin, der unter anderem die Sicherung aller bestehenden Gartenprojekte vorsieht. Das vollständige Positionspapier unter: netzwerkurbanegaertenberlin.org [Netzwerk Urbane Gärten Berlin]

DB stoppt Test von Verhaltensscannern am Bahnhof Südkreuz Nachdem bereits andere Verfahren der Gewinnung individualisierter Daten wie die Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz stattgefunden haben, stoppt der DB-Konzern nun einen angekündigten Test zur Verhaltens- und Mustererkennung und verschiebt ihn auf unbestimmte Zeit. Im Test sollte es um Verhaltens- und Mustererkennung gehen. Grund für die kurzfristige Kehrtwende sind wohl wirtschaftlicher Art. Gegenüber der WirtschaftsWoche sagte ein Konzernsprecher, man konzentriere sich darauf, drängendere Baustellen abzuarbeiten. [via Netzpolitik Online]

Dates
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+++ 12. Februar 2019 +++

Bio-Fachhandel legt trotz Discounter-Bio zu Nach mehreren weniger fetten Jahren hat der Naturkosthandel im vergangenen Jahr laut Branchenverband BNN (Bundesverband Naturkost Naturwaren) ein Umsatzplus von 5,2 Prozent verzeichnet. Verantwortlich dafür seien unter anderem eine klare Profilabgrenzung gegenüber anderen Supermärkten und Discountern, aber auch soziale Aspekte. „Hier treffen sich Menschen, denen der Schutz von Umwelt und Klima wichtig ist und die mit dem Einkauf dazu beitragen wollen, die Welt ein Stück besser zu machen“, erklärte Röder, Sprecherin des Verbandes. [via Süddeutsche Zeitung Online]

Hauptsache lecker! Einen kritischeren Blick wirft die Augsburger Allgemeine auf die Bio-Lebensmittelbranche. Deren Anteil wächst zwar, hat aber am gesamten Lebensmittelmarkt nur einen geringen Anteil von fünf Prozent. Eine Erklärung ist, laut einer Studie zu Essgewohnheiten des Marktforschungsunternehmens Nielsen, die Unbekümmertheit der Konsument*innen. Rund 16 Prozent machen sich keine Gedanken vorm Supermarktregal: Hauptsache es geht schnell und schmeckt. Nur jeder zehnte kauft bewusst Bio und weniger als die Hälfte davon lässt auch das Gewissen zugunsten von Tierwohl und Naturschutz mitentscheiden. Hoffnungsfroh gibt sich der Präsident des Anbauverbandes Bioland, Plagge: „So wie die Bauern von konventioneller auf biologische Landwirtschaft umstellen, stellen sich auch die Verbraucher um.“ [via Augsburger Allgemeine Online]

Kohle-Aktivist*innen in Untersuchungshaft Nach der Besetzung von Kohlebaggern in der Lausitz sitzen drei der insgesamt 18 festgenommenen Personen wegen Hausfriedensbruch in Cottbus in Untersuchungshaft. Das Bündnis Ende Gelände kritisiert das Vorgehen des Landes Brandenburg als unverhältnismäßig. „Nicht wir haben Hausfriedensbruch bei der Leag begangen, sondern die Leag begeht Hausfriedensbruch bei den Proschimern“, sagt Nike Mahlhaus, Sprecherin von Ende-Gelände. [via Klimareporter Online]

Clothing for climate change Um gegen die Folgen des Klimawandels auch in Sachen Fashion gewappnet zu sein, gibt es nun die passende Klamotte: feuerschützender Parka plus Kapuze mit integriertem Mosquito-Schutz und Rucksack mit Schlafsack inklusive Wasserfilter. Den Designer*innen geht es dabei weniger um die tatsächliche Anpassung an den Klimawandel als darum, das wir die Dystopie noch verhindern können. „We have the technology, the economics are increasingly on our side – it’s just the political will that’s missing. And so that’s the bottom line.” sagt Mazdack Rassi, Mitgründer der Milk Studios, die die Linie „Unfortunately, Ready to Wear“ zusammen mit dem Natural Resources Defense Council entwickelte. Zu sehen in der Milk Gallery | New York. [via Fast Company Online]

Dates
Konferenz Postwachstumsstadt
10. & 11.05.2019 | Bauhaus Universität Weimar | postwachstumsstadt.de

Infoveranstaltung Aufstand oder Aussterben? Die neue Bewegung Extinction Rebellion
11.02.2019 | 18.00 Uhr | Technische Universität Berlin, Hörsaal 111 | facebook.com/xrberlin

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+++ 5. Februar 2019 +++

Gretas Statement Die Klimaaktivistin war in den vergangenen Tagen Ziel von Anfeindungen und Kritik zu den von ihr initiierten Schulstreiks für das Klima und dem Asperger Syndrom, das sie hat, In einem Statement wendet sie sich an die Öffentlichkeit und erklärt ihre Motivation: „I am just a messenger, and yet I get all this hate. I am not saying anything new, I am just saying what scientists have repeatedly said for decades. And I agree with you, I’m too young to do this. We children shouldn’t have to do this. But since almost no one is doing anything, and our very future is at risk, we feel like we have to continue.“ [via Faceboom / Greta Thunberg Online]

DX19 Eine neue Version der „DesertX“ startet am 9. Februar. Die vollständig öffentliche und kostenfreie Ausstellung findet im kalifornischen Coachella Valley statt. neben Einzelwerken finden Lesungen, Performances und Filmvorführungen statt, die neben der Landschaft des Coachello Valleys auch die Klimakrise thematisieren. Mehr Infos: desertx.org [via Desert X Online]

Kommentar zum Ergebnis der Kohlekommission #keinKonsens steht auf dem Transparent, dass Umweltaktivist*innen der Gruppe Ende Gelände an einen der Bagger aufgehangen haben. In den Tagebauen Jänschwalde und Welzow-Süd haben sie am frühen Morgen des 4. Februar Bagger besetzt und die Arbeit im Tagebau so für Stunden unterbrochen. „Die Kohlekommission hat die Menschen in den bedrohen Dörfern im Stich gelassen. Die Konzerne bekommen Geld für nichts, aber für die Dörfer gibt es keine Sicherheit. Wir haben heute die Bagger besetzt, damit sie sich nicht weiter in Richtung Proschim und Pödelwitz fressen. Wir fordern den sofortigen Kohleausstieg, damit alle Dörfer bleiben: in der Lausitz, im Leipziger Land und im Rheinland“ [via Ende Gelände, Märkische Allgemeine Zeitung]

Neuer Film zur Transformation und Gemeingütern Das sagen die Macher*innen: „Der Film bietet Menschen eine Plattform, die ihre Chance nutzen eine andere Welt zu bauen: Liebevoller, witziger, mitfühlender, kreativer und freier. Wir müssen selbst aktiv werden, uns selbst auf den Weg machen, neugierig auf das noch nicht Bekannte sein, die eigene Komfortzone verlassen. Wir dürfen die Welt nicht den bloßen Gewinn-Maximierern überlassen.“ Aktuell läuft das Crowdfunding. Mehr Info: homocommunis.de [via Homo Communis Online]

No Future?! Der Wissenschaftler Christopher Clark hält die Erzählungen einer positiven Zukunftsvision für nicht mehr erzählbar bzw. sogar für nicht mehr vorhanden. Das Ergebnis der Endzeitstimmung: die große Verunsicherung. „Wir glauben nicht mehr an die bisherigen Zukünfte. Die Zukunft der Moderne, wo es dann um Wachstum, die langsame Umverteilung der Güter für eine immer gerechtere soziale Lösung, das langsame Fortschreiten der Technik und der Industrie und was weiß ich – das alles erscheint jetzt extrem gefährdet durch den Klimawandel, durch den ökologischen Schaden der Moderne. Eine Lösung sieht der Wissenschaftler erstmal nicht, vielmehr erklärt er den aktuellen Zustand mit dem Bild eines Navis: „Route wird neu berechnet.“. [via Deutschlandfunk Kultur Online]

Zu Hause für den Klimaschutz 100 Haushalte haben im Reallabor „Klimaneutral leben in Berlin“ während einem Jahr versucht klimaneutral zu leben, also nicht mehr CO2 zu verbrauchen, als die Natur verarbeiten kann. Ein Teil der wesentlichen Ergebnisse: deutlich klimafreundlicher leben ist möglich – vorausgesetzt man schaut in allen Bereichen von Strom bis Kleidung (!) genauer hin. Klar wurde aber auch, ohne die richtigen Weichenstellungen in der Politik, kann es auch im Privaten nicht weit genug gehen. Mehr Infos: klimaneutral.berlin [via Klimareporter Online]

Die Welt retten, aber solidarisch Im oekom Verlag ist das neue Buch des I.L.A. Kollektivs erschienen. Mit dem Titel „Das gute Leben für alle“ geht es um existierende Lösungen für die sich zuspitzende globale Krise. Anders formuliert: wie kann ein zukunftsfähiges, demokratisches sowie sozial und ökologisch gerechtes Miteinander durch neue Lebensstilen und Wirtschaftsformen realisiert werden? (via Oekom Online]

Dates
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+++ 29. Januar 2019 +++

Ergebnis Kohlekommission Die Nachricht, dass der Erhalt des Hambacher Forstes vwünschenswert“ sei, wird vor Ort mit Kopfschütteln kommentiert: „Naja, cool, das ist das Schwammigste, was ich jemals gehört habe“ sagt einer der Aktivisten im Forst. Auch das weitere wesentliche Ergebnis der Kommission, nämlich der der Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2038 bleibt weit hinter den Forderungen von Umweltschutzverbänden und Aktivist*innen zurück. [via Deutschlandfunk Online, rbb24 Online]

Big trash animals Portuguese street artist Bordalo II makes spectacular street art to raise attention on endangered species. In the streets of 23 countries he already spreads his art made „with the materials that kill them, namely plastic and the pollution that goes with it“ he says. See more on bordaloii.com [via artists and climate change Online]

Netzpolitik veröffentlicht Verfassungsschutz-Gutachten zur AfD Der Verfassungsschutz sieht Anhaltspunkte dafür, dass die AfD verfassungsfeindlich ist. Netzpolitik veröffentlicht das geheime Gutachten auf ihrer Website netzpolitik.org. Die Netzaktivist*innen sagen: „Das Dokument gehört in die Öffentlichkeit und nicht in einen Panzerschrank, aus vielen Gründen.“ [via Netzpolitik Online]

Bayer betreibt green und social Washing mit Bienen Unter dem Titel „Bee Care“ informiert die Bayer AG (ja genau, die mit Monsanto und Glyphosat) über ihren Einsatz für Bienen und die Artenvielfalt. Mit Artikel wie „Saatgut für die Zukunft säen – Staub reduzieren: Bienen schützen“ geht es um die neuesten Errungenschaften bei der Beize von Saatgut, die das Risiko für die für Bienen möglicherweise ungünstigen Staubemissionen reduzieren könnte. Es gibt außerdem Material für Lehrkräfte und Kinder und zusätzlich zu Website und Social-Media gibt es das Print-Magazin „Bee Now“ [via Bee Care Online]

Mitte statt Kreuzberg Der Konzern Google hat Räume in Mitte bezogen. 300 Menschen sollen am Standort in der Tucholskystrasse arbeiten. Bürgermeister Michael Müller meinte dazu: „Es geht mit Google in dieser Stadt wieder voran“. Vielleicht entsteht in Mitte auch ein neues Zentrum für Künstlicher Intelligenz, dessen bisherige Standortsuche sich etwas schwierig gestaltet hatte [via Tagesspiegel Online]

AmMa65 geht an Städtische Wohnungsbaugesellschaft Das Vorkaufsrecht für ihr Haus konnte im vergangenen Jahr nicht angewendet werden, der potentielle Käufer unterzeichnet unmittelbar vor Ablauf der Frist die sogenannte Abwendungsvereinbarung. Jetzt stellte sich jedoch raus: das Haus wurde überraschend an die Stadt und Land verkauft. Die Bewohnenden sind erleichtert, fordern aber weiter die Selbstverwaltung ihres Hauses. [via Morgenpost Online]

Kein Student*innenwohnen in den Gerichtshöfen Laut einer Sprecherin der Gesobau wird es in den Gerichtshöfen im Wedding keine Wohnungen für Studierende geben. Die Gesobau hatte in 2016 entsprechende Pläne vorgestellt. Zwar sollen in 2020 die Wohneinheiten saniert werden, im Gewerbebereiche, in denen Künstler*innen Ateliers haben, sollen lediglich Verkehrssicherungsmaßnahmen stattfinden. [via Tagesspiegel Online]

Dates
Protestaktion Das Ergebnis der Kohlekommission ist kein Konsens
01.02.2019 | 14.00 bis 19.00 | Invalidenpark | ende-gelaende.org

Bildung QLabs (Qualifizierung für arbeitslose und erwerbslose Frauenbieten in den Bereichen Grüne Stadt, Upcycling/Zero Waste und Nachhaltige Baustoffe)
qlab-baufachfrau.de

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+++ 22. Januar 2019 +++

Facebook finanziert Institut für Ethik (wtf) 6,6 Millionen Euro will der Konzern in das Forschungsfeld Ethik und künstliche Intelligenz an der TU München investieren. Was einen zunächst möglicherweise stutzig macht, ist aus Sicht des Konzerns nachvollziehbar. Mehr Akzeptanz, gute Beziehungen in die Wissenschaft, eine Partnerschaft mit einer angesehenen staatlichen Universität und nicht zuletzt eine (mit 6,6 Miollionen Euro vermutlich kostengünstige) Marketingkampagne sollen Facebook den Schritt in die Zukunft erleichtern. [via Netzpolitik Online]

Payday für Google Die französische Datenschutzbehörde verurteilt Google zu einer Strafe in bislang einmaliger Höhe: 50 Millionen Euro muss der Konzern wegen Verstöße gegen das Datenschutzrecht zahlen. Zum einen geht es um mangelnde Transparenz bei der Information zur Datennutzung durch Google, zum anderen um eine fehlende wirksame Einwilligung für die Datenverarbeitung der User*innen für Werbung. [via Netzpolitik Online]

Tausende bei „Wir haben es satt!“-Demonstration Rund 35.000 Menschen sind am vergangenen Samstag für die Agrarwende auf die Strasse gegangen. Es war die bislang größte Beteiligung an der jährlichen Demonstration, die zeitgleich mit der Agrarministerkonferenz und dem Beginn der Grünen Woche stattfindet. [via rbb24 Online]

Mitte sozial tief gespalten Der Sozialbericht Berlin ist erschienen und unterlegt mit Zahlen was viele Menschen im Bezirk Mitte fühlen können: die sozialen Unterschiede sind groß und haben sich in den vergangenen Jahren weiter verschärft. „Von Chancengleichheit sind wir innerhalb Berlins und innerhalb des Bezirks weiter entfernt als vor 20 Jahren“, so Stadtrat Ephraim Gothe. „Nördlich der Bernauer Straße liegt der Hartz-4-Anteil in der Brunnenstraße-Nord in Gesundbrunnen bei 36,8 Prozent. Ein paar Meter südlich, im ehemaligen Ostberlin rund um den Weinbergspark, sind gerade mal fünf Prozent auf Stütze angewiesen.“ [via Morgenpost Online]

Wohnungsloser Mensch tot auf einer Parkbank aufgefunden Am vergangenen Sonntagmorgen fanden Passanten den 55 Jahre alten Mann auf einer Parkbank im Volkspark Humboldthain tot auf. Ob er erfroren ist, soll eine Obduktion klären. [via Berliner Zeitung Online]
Ihr seht wohnungslose Menschen, die drohen zu erfrieren? Kältebus anrufen!
 Alle Infos: berliner-stadtmission.de

Namensdebatte an der „Beuth“ hält an Bei einem zweitätigen Symposium wurde die Debatte um den Namenspatron der Hochschule im Berliner Stadtteil Wedding debattiert. Der preußische Beamte Christian Peter Wilhelm Beuth (1781-1853) war nicht nur Wegbereiter der Ingenieurwissenschaften, sondern auch Antisemit. [via Spiegel Online]

Kartoffeln für den Wedding Früher und für lange Jahre in der alten Müllerhalle, jetzt in der Lüderitzstrasse. Kartoffeln, Eier und Saisongemüse zu ehrlichen Preisen und ohne Zwischenhandel vom Bauer Reppin aus der Altmark. Der Kartoffelladen | Lüderitzstr. 20 | Mo. bis Mi. 09.00 bis 17.00 Uhr, Do. & Fr. 09.00 bis 18.00 Uhr, Sa 09.00 bis 16.00 Uhr [via Weddingweiser Online]

Dates
Bienen FAIR BEE! CAMP Miteinander. Wandel. Gestalten.
25. & 26.01.2019 | Forum Factory | faircamp.de

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+++ 15. Januar 2019 +++

Eine gute Entscheidung: Weniger Fleisch für besseres Klima Die Industrialisierte Landwirtschaft hat dazu geführt, dass 96 Prozent aller lebenden Säugetiere Menschen und die Tiere sind, die die Menschheit isst. Gleichzeitig macht Fleisch lediglich 18 Prozent der aufgenommenen Kalorien aus. Wissenschaftler weisen erneut darauf hin, dass der Fleischkonsum drastisch reduziert werden muss, um dem Klimawandel zu begegnen. Auch vor dem Hintergrund des erwarteten Bevölkerungswachstums der Erde um weitere zwei Milliarden Menschen bis 2050 muss der Konsum von tierischen Produkten drastisch reduziert werden. Ein weltweite Verschiebung hin zu „flexitarischer“ Kost unterstützt die Erreichung des Ziels, die Klimaerwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. [via The Guardian Online]

Klimaschutzindex 2019 Der Klimaschutzindex, entwickelt von der NGO germanwatch, ermittelt jedes Jahr die Leistung von Staaten in Bezug auf den Klimaschutz. Erfasst werden Staaten, die zusammengenommen für rund 90 Prozent der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen verantwortlich sind. Deutschland rutscht gegenüber dem Vorjahr um fünf Plätze auf den 27. Rang ab. Mehr auf www.climate-change-performance-index.org [Wikipedia Online, Tagesschau Online]

Fair angezogen Sozial und ökologisch faire Kleidung finden ist garnicht so leicht. Doch inzwischen gibt es zahlreiche Kennzeichnungen und Siegel die Auskunft über Herkunft der Rohstoffe und die Herstellungsbedingungen geben. Für mehr Orientierung bei der Kaufentscheidung hat Utopia im Artikel „So erkennst du bessere Kleidung: Die wichtigsten Siegel für Textil und Leder“ zusammengefasst, was sich hinter den Siegeln verbirgt. [Utopia Online]

Dates
Bienen FAIR BEE! CAMP Miteinander. Wandel. Gestalten.
25. & 26.01.2019 | Forum Factory | faircamp.de

Demo Wir haben es satt!
19.01.2019 | 12.00 Uhr | Brandenburger Tor | wir-haben-es-satt.de

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+++ 8. Januar 2019 +++

Extinction Rebellion worldwide During climate talks in Poland the UK activist group widen it’s 35-country network. The networkbuilding leads towards a week of international civil disobedience in April. Extinction rebellion grows rabidly since 10 people in the UK comes amid rising frustration with policymakers who are failing to slow perilous levels of global warming and biodiversity loss, six months ago. Beside other actions activists also held Skype workshops for activists in Berlin during COP. „In the two months since our first action, we have expanded more than we imagined,” Liam Geary Baulch, an environmental activist, said. „We are now planning to change our structure so it can accommodate up to 2 million people.” [The Guardian Online, Extinction Rebellion Online]

Ateliers in der Koloniestrasse 10 bedroht Zahlreiche Künstler*innen und Arbeitende verschiedener Gewerke sind im Hinterhof der Koloniestrasse 10 zu Hause, einige wohnen hier auch. Bereits vor einiger Zeit sind Pläne des Investors Romeo Uhlmann laut geworden, die Remisen und Garagen abreissen zu lassen – es sollen teure Apartments entstehen. Am vergangenen Donnerstag dann stand der Abrisstrupp im Hof um Tatschen zu schaffen. Zuvor hatte das Bezirksamt an die Mieter*innen kommuniziert, vor Weihnachten keine Genehmigung für den Abriss zu erteilen. Der Abriss konnte, nachdem zunächst mit dem Segen des Bezirksamts (eine Abrissgenehmigung sei im Fall von Gewerbebauten nicht notwendig) schon Teile der Dächer abgerissen wurden, zunächst abgewendet werden. „Wir sind aber auch achtsam“ sagt eine Bewohnerin. Noch sei schließlich keine endgültige Lösung für den Remisenhof gefunden. [via Morgenpost Online]

Dates
Demo Wir haben es satt!
19.01.2019 | 12.00 Uhr | Brandenburger Tor | wir-haben-es-satt.de

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+++ 18. Dezember 2018 +++

COP24 in Katowice vorbei Nach verlängerten Verhandlungen haben sich die teilnehmenden der Weltklimakonferenz auf ein Paket zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens geeinigt. Die Inhalte zielen auf Maßnahmen ab, um die Erderwärmung – wiederum – auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Beschlossen wurde mehr Transparenz und Regeln zur Erfassung der CO2-Emissionen. Außerdem sollen die Staaten bis 2020 neue Klimaziele vorlegen. Der aktuelle Bericht des IPCC, in den Verhandlungen ein besonders umstrittener Punkt, wird anerkennt. Die USA, Saudi-Arabien, Kuwait und Russland hatten sich dagegen positioniert. Die COP25 wird im Dezember 2019 oder Januar 2020 in Chile stattfinden. [via Tagesschau Online]

Was Greta sagt „Es ist mir egal, ob ich beliebt bin. Ich will einen Planeten, auf dem wir gerne leben. […] Und uns geht die Zeit aus.“[via twitter Online]

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19.01.2019 | 12.00 Uhr | Brandenburger Tor | wir-haben-es-satt.de

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+++ 11. Dezember 2018 +++

Zwischenstand aus Katowice Noch bis zum 14.12.2018 läuft die Weltklimakonferenz im polnischen Katowice. „Paris war nie als das Ende einer Geschichte gedacht, sondern als Wendepunkt. Im Namen von Millionen Menschen, die auf das Abkommen hoffen, flehe ich Sie an, dem Buchstaben und dem Geiste des Abkommens treu zu bleiben. Das bedeutet, schneller, besser und gemeinsam zu handeln“, sagte der Präsident der COP Laurent Fabius zu den Delegierten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen, ist sein Flehen berechtigt. Einem Bericht von Climate Action Tracker (eine vom Bundesumweltministerium finanzierte Forscher*innengruppe) zufolge steuert die Welt aktuell auf eine Erwärmung von 4,4 Grad zu. Die Forscher*innen sagen auch, dass die Folgen einer derartigen Erwärmung die Menschheit vollständig überfordern werde. Um den Zielen, die sich Deutschland gesteckt hat wieder näher zu kommen, ist der Ausstieg aus der Kohlenutzung wesentlich. In Katowice beginnt heute der Talanoa-Dialog, in dem die Teilnehmenden der Konferenz von persönlichen Erfahrungen berichtet. [via Tagesspiegel Online]

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19.01.2019 | 12.00 Uhr | Brandenburger Tor | wir-haben-es-satt.de

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+++ 04. Dezember 2018 +++

COP24 startet in Katowice Zum 24. mal treffen sich die Staats- und Regierungschefs zur Conference of Parties, dieses Mal im Herzen des polnischen Kohlereviers. Dieses Jahr steht der Gipfel im Schatten des aktuellen Berichts des IPCC, der deutlich feststellt, dass die bisherigen Bemühungen in den kommenden 12 Jahren wesentlich verstärkt werden müssen, um die Klimaerwärmung unter 2 Grad zu begrenzen. Weltweit war der CO2-Ausstoß im vergangenen Jahr so hoch wie niemals zuvor. Er lag bei 53,5 Gigatonnen. Wesentlicher Grund dafür: Energiegewinnung aus Kohle. Während weltweit weitere Kraftwerke gebaut werden, muss Deutschland einsehen, dass es sein einstiges Ziel einer Treibhausgas-Reduktion um 40 Prozent bis 2020 nicht erreichen wird. Grund auch hier: die Kohleverstromung. Während Brasilien der Ausrichtung der COP25 im nächsten Jahr jüngst eine Absage erteilt hat, steht das Ergebnis der COP24 noch aus. Die Konferenz endet am 14.12.2019. [via Amerika21 Online, Tagesschau Faktenfinder Online]

Große Teilnahme bei Anti Kohle-Demos Zum Auftakt der COP24 haben zeitgleich in Köln und Berlin am vergangenen Wochenende zehntausende für den sofortigen Ausstieg aus der Energiegewinnung aus Kohle demonstriert. Insgesamt 36.000 Menschen waren mit eindeutigen Botschaften auf der Strasse unterwegs, darunter auffallend viele Junge. „Wir wollen Klimagerechtigkeit zwischen den Generationen und weltweit“, sagte der Bundesjugendsprecher des Naturschutzbundes, Lukas Menzel. [via taz Online]

Climate Worriors startet in den deutschen Kinos Premiere feierte der Film, der zeigen will wie die Energiewende weltweit gelingen kann, gestern im Babylon. Weitere Screenings im ACUD-Kino ab dem 06.12.. Infos unter www.wfilm.de. [via WFilm Online]

Beteiligungsplattform über eine zukunftsfähige Esskultur Der Ernährungsrat Berlin lädt die Stadtgesellschaft ein, sich aktiv an der Ausgestaltung einer zukunftsfähigen Esskultur zu beteiligen. Alle Infos: ernaehrungsrat-berlin.de [via Ernährungsrat Berlin Online]

Grundschule statt Gartenarbeitsschule? Ein weitere grüner Lernort im Wedding ist in Gefahr. Pläne für den Bau einer neues Grundschule bedrohen den Standort der Gartenarbeitsschule des Schul-Umwelt-Zentrums Mitte an der Reinickendorfer Strasse. Der Umweltbildungsort existiert seit schon seit 1957, genutzt von Kindern- und Jugendlichen. Es stehen Flächen zur Debatte, auf denen sich aktuell Beete und Obstbaumwiesen befinden. Eine online-Petition für den Erhalt der Flächen Gartenarbeitsschule hat aktuell mehr als 1.600 Unterschriften. [via Morgenpost Online]

Geschenke die wirken Oh du kommerzielle Weihnachten. Ob lokal, fair oder für den guten Zweck. Shopping zum Jahresende geht auch mit Sinn. Zum Beispiel auf den Weddinger Weihnachtsmärkten, beim Umweltverbänden deines Vertrauens oder bei Disability is no Reason.

Dates
Demo Rote Linie für Kohle, Öl und Erdgas in Berlin
08.12.2018 | 12.00 Uhr | Föhrer Brücke / HKW Moabit | kohleausstieg-berlin.de

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+++ 27. November 2017 +++

Was kostet unser Essen?! Das bei den Lebensmittelpreisen irgendetwas nicht stimmt ahnt man ja schon. Was genau, haben Wissenschaftler*innen der Uni Augsburg näher untersucht. Konzentriert haben sie sich dabei v.a. auf die Folgekosten für die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Es geht dabei v.a. um die Ausbringung von Stickstoff in der Landwirtschaft, entstehende Treibhausgasemissionen und die verbrauchte Energiemenge. die bei der Produktion entstehen. Das Ergebnis zeigt – Umweltkosten für ökologisch erzeugte Nahrungsmittel sind geringer als für konventionelle. Deutlich zeigt die Studie erneut auf, wie ineffizient die Produktion von Fleisch ist. Der Wirkungsgrad liegt bei ca. 10 zu 1. Für eine Energieeinheit aus Fleisch sind 10 Einheiten aus Pflanzen notwendig. [via Bayern 2 Online]

Wassermangel im Nordosten Zwar ist inzwischen herbstlich kalt, an der anhaltenden Trockenheit ändert das allerdings nichts. In der Region Berlin hat es in 2018 nur etwa halb soviel Niederschläge gegeben wie im Durchschnitt zu erwarten wäre. In Sachsen ist die Lage vergleichbar – ein Speicherbecken in der Oberlausitz ist bereits leer, in Brandenburg sieht es ähnlich aus. Voll hingegen sind die Becken, die sulfatbelastetes Wasser aus dem Braunkohletagebau sammeln. Sollten sie überlaufen steigt der Sulfatgehalt der Spree an. Das ist zunächst für Gebäude nicht unproblematisch, der Gehalt steigt jedoch auch z.B im Großen Müggelsee, an dessen Ufer das Wasserwerk Trinkwasser gewinnt. „[…] Selbst wenn es ausgiebig regnen würde, wird uns diese Situation noch sehr lange beschäftigen.“ sagt Dirk Ehlert von der Berliner Umweltverwaltung [via Tagesspiegel Online]

Monitor-Recherche zu Ackergiften Welche Pestizide sind zugelassen und welche gesundheitlichen Risiken können davon ausgehen. Das Magazin monitor hat recherchiert: „Fast ein Viertel aller Wirkstoffe im Pflanzenschutzbereich hat nur deswegen eine Zulassungsverlängerung, weil Behörden viel zu langsam prüfen. […]“ Beitrag: Hochgiftig und trotzdem zugelassen: Pestizide in der EU [via ARD Online]

Follow up „Bits & Bäume“ hat zum ersten Mal stattgefunden Die „Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ hat am 17. und 18. November mit mehr als 1.00 Teilnehmenden an der TU Berlin stattgefunden. Und hat sich während dessen wesentlichen Fragen wie Digitalisierung stattfinden kann ohne die Lebensgrundlagen des Planeten zu zerstören. Ein wesentliches Ergebnis der Veranstaltung ist ein Forderungskatalog, z.B.soll die Gestaltung der Digitalisierung dem Gemeinwohl dienen und ENtscheodungen in diesem Prozess demokratisch getroffen werden. Alle Inhalte der Forderungen sind unter bits-und-baeume.org zu lesen. [via Bits & Bäume Online]

Frohe Weihnachten?! Vertreter*innen von Kakaobauern aus Ghana, einem der Hauptproduktionsländer von Kakao, sind der Einladung von INKOTA gefolgt und Anfang Dezember zu Gast in Deutschland. Es gibt interessante Veranstaltungen, immer mit dem Ziel, auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Gäste berichten z.B. von den sozialem Umstände der Bäuer*innen: Von einem Euro, den ein Schoko-Weihnachtsmann kostet, erhalten die Erzeuger*innen gerade einmal sechs Cent. Zu diskutieren, welche Verantwortung Politik und Industrie tragen und was Verbraucher*innen ändern können ist ein Schwerpunkt der Reise. In Berlin findet am 3.12. die Veranstaltung „Wie wird Schokolade endlich fair?“ in der TAZ-Kantine statt. [via Make Chocolate fair Online]

Ohne ein zu Hause ist es im Winter besonders kalt Die Berliner Obdachlosenhilfe hat eine Bedarfsliste veröffentlicht. Es werden (wie fast immer) Hygieneartikel und alles was wärmt benötigt. Abgegeben werden kann zum Beispiel Mittwochs und an den Wochenenden in der Buttmannstrasse. Alle Infos hier: berliner-obdachlosenhilfe.de [via Berliner Obdachlosenhilfe Online]

Kaffee im Wedding An gleich vier Orten im Wedding wird Kaffee geröstet: Bei Coffee Star an der Müllerstrasse (ziemlich genau in der Mitte beim Rathaus), bei Coffee Circle in der Lindwower Strasse, bei KAWA in der Drontheimer und natürlich bei Flying Roasters in der Hochstrasse. Dem lokalen Kaffeegenuss steht also nichts mehr im Wege. [via Weddingweiser Online]

Dates
Demo Klima Kohle Demo: Kohle stoppen, Klimaschutz jetzt!
01.12.2018 | 12.00 Uhr | Bundeskanzlerinamt | klima-kohle-demo.de

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+++ 20. November 2018 +++

Eine Lobby für Menschen ohne Lobby WELOBBY möchte Menschen eine Lobby geben. Dazu können auf der Internetplattform zu der Frage Ideen eingereicht werden, die was sich in Deutschland ändern muss. Neben Einzelpersonen können sich auch Organisationen und Vereine, an WELOBBY wenden. Das erste Projekt beschäftigt sich dem Mietrecht. Mehr Info: welobby.co [via Tagesspiegel Online].

Wem gehört Berlin?! Die Initiative Wem gehört Berlin will auf einer Onlineplattform sichtbar machen, was auf dem Berliner Immobilienmarkt geschieht und für mehr Transparenz in diesem Gebiet sorgen. Die Plattform soll als Gemeinschaftsprojekt mit Informationen gefüttert werden: Berliner*innen können dafür die Eigentümerin/den Eigentümer des Hauses online eintragen. Mehr Infos: wem-gehoert.berlin [via Tagesspiegel Online]

Geschützte Fahrradstreifen auf der Amrumer Strasse geplant Nach der Einweihung des ersten geschützten Radstreifen Berlins auf der Holzmarktstrasse kündigt Verkehrssenatorin Regine Günther die Realisierung acht weiterer Radwege an, die baulich vom Bereich des motorisierten Verkehrs getrennt sein sollen. Dazu gehört die Hasenheide, Karl-Marx-Allee und Karl-Marx-Strasse, dieFrankfurter Allee, Bereiche auf Altfriedrichsfelde, auf dem Dahlemer Weg, der Märkischen Allee und auch im Wedding, nämlich auf der Amrumer Strasse. [via Tagesspiegel Online]

Dates
Demo Klima Kohle Demo: Kohle stoppen, Klimaschutz jetzt!
01.12.2018 | 12.00 Uhr | Bundeskanzlerinamt | klima-kohle-demo.de

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+++ 13. November 2018 +++

„Losing Earth: The Decade We Almost Stopped Climate Change“ Wie blickt man auf eine Zeit zurück, zu der der Klimawandel beinahe hätte gestoppt werden können? Dieser Frage widmet sich Nathaniel Rich in seiner Erzählung „Losing Earth: The Decade We Almost Stopped Climate Change“. Es ist ein Rückblick auf die Zeitspanne 1979 bis 1989, zu der sich die Menschheit zum ersten Mal mit dem Phänomen Klimawandel konfrontiert sah. Unterstützt vom Pulitzer Center und in einer 18-monatigen Arbeit ist eine sehr spannende Geschichte in zwei Teilen herausgekommen. Leseempfehlung! The New York Times – „Losing Earth: The Decade We Almost Stopped Climate Change“ [via The New York Times Magazine Online]

Permakultur in Frankreich In der Onlineausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung findet sich ein spannender Beitrag zum Permakulturhof „Ferme biologique du Bec Hellouin“ in der Normandie. Ohne Traktoren aber mit viel Gespür für natürliche Ab- und Kreisläufe bewirtschaften dort Charles und Perrine ihr Land und erzielen ohne Einsatz von Maschinen oder Pestiziden Höchsterträge. Frankfurter Allgemeine Zeitung / Christian Schubert „Ein französischer Garten als Vorbild für die Agrarindustrie?“ [via Frankfurter Allgemeine Zeitung Online]

Gemeingüter spielen Commons, also Gemeingüter, statt Monopole! Wie es ist, wenn alles allen gehört kann im Brettspiel Commonspoly ausprobiert werden. Außerdem soll, so die die Macher*innen, zur Reflektion über die Möglichkeiten und Grenzen der Commons angeregt werden. Besonders geeignet sei das Spiel, um das Thema in Gruppen zugänglich und mit Spaß einzuführen. Mehr Info: commonspoly.cc [via Commonspoly Online]

Die Bundesregierung verklagen Die Situation von Bauer Schwienhorst verschärft sich zunehmend. Durch die Veränderung des Klimas steigen die Kosten für den Landwirt aus Brandenburg immer weiter. Das Winterfutter für seine Kühe ist verdorrt, viel zu geringe Niederschlagsmengen seit dem Frühjahr. Schwienhorst ist der Meinung, die Bundesregierung tue zu wenig, um solche Situationen zu vermeiden, also für eine Begrenzung des Klimawandels. Ihre Klimaziele für das Jahr 2020 wird sie jedenfalls nicht halten können, soviel ist schon klar. Und darin sieht er ein Grundrecht verletzt, nämlich das auf Nutzung von Eigentum. Denn das wird immer schwieriger und bedroht so die Existenz seiner Familie. Also erhob Schwienhorst Klage gegen die Verantwortlichen, die Bundesregierung. [via Tagesspiegel Online]

Dates
Demo Klima Kohle Demo: Kohle stoppen, Klimaschutz jetzt!
01.12.2018 | 12.00 Uhr | Bundeskanzlerinamt | klima-kohle-demo.de

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+++ 06. November 2018 +++

Kanadische Gletscher schrumpfen immer schneller Wissenschaftler*innen warnen vor einem zunehmend schnelleren Abschmelzen von Gletschern in Kanada. Im Gebiet rund um den Fluss Yukon schrumpfen die Eismassen deutlich schneller als prognostiziert. Laut der Nationalen Behörde „US National Oceanic and Atmospheric Administration“ verläuft die Erwärmung im Norden im Verhältnis doppelt so schnell wie in weiter südlich gelegenen Gebieten. Die Region gilt als einer der Hotspots für Klimaerwärmung. [via The Guardian Online]

Mehr fair Die Kampagne „Make Chocolate Fair“ informiert über die verschiedenen Anbaugebiete für Kakaobohnen. Ein Drittel weltweit wird zum Beispiel an der Elfenbeinküste produziert, rund 6 Millionen Menschen, von denen die meisten in Armut leben, sind vom Kakaoanbau abhängig. Das Infoblatt zur Anbauregion informiert über wirtschaftliche und politische Lage in der Region und über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kakaobäuerinnen und -bauern. [via INKOTA Netzwerk Online]

Hallo Ökostrom – Stromanbieter wechseln Inzwischen bieten viele Energieunternehmen (vermeintlich) nachhaltigen Strom an und es ist garnicht einfach den Überblick zu behalten. Die Plattform Utopia hat eine Übersicht erstellt und anhand verschiedenen Kriterien, z.B. ob der Anbieter unabhängig von den vier großen Atomkonzernen ist, sieben Stromanbieter empfohlen. „Ökostrom: diese 7 Anbieter empfiehlt Utopia“ [via Utopia Online]

Gut wohnen ohne Profitgier Die Siedlung „Atlantic“ im Stadtteil Gesundbrunnen, in den 1920er Jahren als sog. „Reformsiedlung“ angelegt und gilt als Vorbild für Immobilienmanagement für die Mieter*innen und nicht gegen sie. „Man kann einen Kiez verbessern, ohne zu gentrifizieren“ sagt Historiker Michael Wolffsohn, Enkel und Erbe des Erbauers Karl Wolffsohn. [via Tagesspiegel Online]

Dates
Gemeinwohlorientierte Stadt EXPERIMENTDAYS.18
08. bis 11.08.2018 | RAW Friedrichshain | experimentdays.de

Seminar Solidarische Utopien leben
15. bis 18.11.2018 | KuBiZ | fairbindung.org

Demo Proteste gegen den rechtsextremen Aufmarsch in Mitte
09.11.2018 | 16.00 | berlin-gegen-nazis-de

Festival Emergent Berlin 2018 – Immersive Realities
05. bis 17.11.2018 | Projektraum Baumhaus | emergentberlinfest.de

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+++ 30. Oktober 2018 +++

Ende für Einwegplastik? Das Europäische Parlament erwägt ein weitreichendes Verbot für Einwegplastik, um der Verschmutzung der Umwelt mit Plastikabfällen zu begegnen. Der Vorschlag umfasst Produkte wie Strohhalme, Besteck und Geschirr und soll ab 2021 gültig sein, Plastikflaschen sollen gleichzeitig bis 2025 zu 90 Prozent recycled werden. Ergebnis der entsprechenden Parlamentsabstimmung: 571 zu 53 Stimmen für die Regelung. [via The Guardian Onlline]

Plastik in humanen Stuhlproben nachgewiesen Wissenschaftler*innen haben zum ersten Mal Mikroplastik in menschlichem Stuhl nachgewiesen, möglicherweise aufgenommen über die Nahrung. Laut den beteiligten Wissenschaftler*innen wären die kleinsten Partikel in der Lage, in Blutgefäße und das Lymphsystem zu gelangen. Um gesundheitliche Folgen zu untersuchen, sind weitere Forschungen notwendig. [via The Guardian Online]

Ende Gelände Am Samstag haben tausende Menschen im rheinischen Braunkohlerevier für Klimaschutz und gegen Kohlestrom demonstriert. Das Bündnis Ende Gelände hatte dazu aufgerufen, die Bagger im Tagebau zu blockieren und und die Schienen zwischen Tagebau und Kraftwerk zu besetzen. Ende Gelände versteht seine Blockaden als Aktion des Zivilen Ungehorsams für den Klimaschutz. Die Polizei und RWE sehen in dem Betreten des RWE-Betriebsgeländes einen Hausfriedensbruch. Die AktivistInnen sprachen von 6.500 TeilnehmerInnen. Die Polizei nannte keine Zahlen. [via taz Online]

Dates
Netzwerk #zusammenfuerwohnraum
30.10.2018 | 19.00 Uhr | PA58 | zusammenfuerwohnraum.noblogs,org

Festival Emergent Berlin 2018 – Immersive Realities
05. bis 17.11.2018 | Projektraum Baumhaus | emergentberlinfest.de

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+++ 23. Oktober 2018 +++

Auf geht’s, ab geht’s In Kerpen im Rheinischen Braunkohlerevier laufen die Vorbereitungen für Ende Gelände, eine Aktion massenhaften zivilen Ungehorsams für den sofortigen Ausstieg aus der Kohle. Die Organisator*innen erwarten mehrere Tausend Teilnehmende. Der Standort des Camps wurde verspätet bekannt gegeben, ein gerichtliches Verfahren zur Genehmigung dauert an. Aus logistischen Gründen begann der Aufbau auch ohne Entscheid über den Ort. „Wir lassen uns die Hinhaltetaktik der Polizei nicht länger gefallen. Tausende Menschen werden zu unserer Aktion anreisen, die brauchen ein Camp. Wir haben daher heute damit angefangen, die notwendige Infrastruktur aufzubauen.“, sagt Karolina Drzewo, Pressesprecherin von Ende Gelände. [via Ende Gelände Online]

Ein Kiezhaus für das Afrikanische Viertel Das Kiezhaus Agnes Reinhold, benannt nach der Kämpferin gegen die entwürdigenden Lebensumstände von Arbeiter*innen in Berlin, befindet sich aktuell im Aufbau. Der Raum soll laut den Macher*innen die Idee einer solidarischen Gesellschaft erlebbar machen, z.B. in Form von Beratung, Workshops oder Informatiosveranstaltungen. [via Kiezhausn Agnes Reinhold Online]

Dates
Essen Community Dinner – Offenes Nachbarschaftsessen
28.10.2018 | 15.00 Uhr | Kiezhaus agnes Reinhold | kiezhaus.org

Festival Emergent Berlin 2018 – Immersive Realities
05. bis 17.11.2018 | Projektraum Baumhaus | emergentberlinfest.de

Demo Für bienenfreundliche Landwirtschaft!
27.10.2018 | 12.00 Uhr | Brandenburger Tor | wir-haben-es-satt.de

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+++ 16. Oktober 2018 +++

#unteilbar An der Demonstration haben 242.000 Menschen teilgenommen! [via Unteilbar online]

Ökolandbau kann Europa ernähren Ein aktueller Bericht zeigt auf, dass die europäische Bevölkerung im Jahr 2050 durch eine rein ökologische Landwirtschaft ernährt werden kann. Voraussetzung dafür: eine deutliche Veränderung der Agrarstrukturen in Europa und der Ernährungsgewohnheiten. [via Umweltinstitut Online]

Kein Klimaschutz wird teuer Deutschland hat auf europäischer Ebene verbindliche Zusagen zur Reduktion der Treibhausgasemission gegeben – und wird sie aller Voraussicht nach nicht einhalten. Da die sog. Freirechte Deutschlands aufgebraucht sind, müssen zusätzliche Emissionen in den Bereichen Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft durch die Mitgliedsstaaten kompensiert werden. Die Kosten für Deutschland könnten sich auf rund 2 Milliarden Euro belaufen. [via Frankfurter Allgemeine Zeitung Online]

Supermarkt Challenge Aktion Agrar ruft die im Rahmen von „Das Jahr der Alternativen“ die Supermarkt Challenge aus. Das bedeutet: Eine Woche Verzicht auf konventionelle Lebensmittel, stattdessen bio, regional und fair einkaufen. Die Macher*innen der Challenge unterstützen mit Informationen, Angeboten und der Vermittlung von anderen Teilnehmenden, denn zu zweit geht’s leichter. Alle Infos: alktion-agrar.de [via Aktion Agrar Online]

PS Wedding vor dem Aus Seit mehreren Jahren plant die Initiative PS Wedding ein Wohn- und Kulturzentrum mit sozialem Anspruch in Gesundbrunnen. Dem Projekt droht nun das aus, denn: der Bezirk Mitte will dort nun einen neuen Schulstandort bauen und das ehemalige Diesterweg-Gymnasium, dass die Initiative auch aus architektonischen Gründen erhalten will, soll abgerissen werden. [via Morgenpost Online]

Dates
Vortrag La Via Campesina: globalize the struggle“Globalize hope!
17.10.2018 | 16.00 Uhr | Juristische Fakultät HU Berlin | akj.rewi.hu-berlin.de

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+++ 09. Oktober 2018 +++

Ein Fest im Hambacher Forst Es war ein zähes ringen doch am Ende wird alles gut, vorerst zumindest. Die zunächst untersagte Demo „Wald retten – Kohle stoppen“ war zunächst gerichtlich verboten worden, Anlass waren die nächsten durch RWE geplante Rodungen im Hambacher Forst. Dies jedoch wurde dem Konzern am Freitagmorgen per Entscheid durch das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen untersagt, am Nachmittag des selben Tages hob das Veraltungsericht Aachen dann das Demoverbot aus. Am Samstag kamen dann 50.000 Menschen zum Hambacher Forst. [via taz Online]

Ohne Angst gegen die AfD Die AfD ruft in Hamburg dazu auf, Schulen, an denen zu Demonstrationen gegen die AfD aufgerufen wird, auf einer durch die Partei eigens eingerichteten Online-Plattform zu melden. Begründung: Das Neutralitätsgebot würde durch die Aufrufe verletzt, die Plattform solle den „demokratische Diskurs“ stärken. Die auf der Plattform gemeldeten Schulen sollen als Verdachtsfälle an die Schulbehörde gemeldet werden. [via Zeit Online]

Kritischer Clubbetreiber Mit einem Schreiben wendet sich der Betreiber des Clubs Humboldthain im Wedding an seinen Stromanbieter, um den aktuell laufenden Versorgungsvertrag zu kündigen. Auslöser war die Feststellung, dass der Anbieter zu 90 Prozent dem RWE-Konzern gehört. Zitat aus dem Schreiben, dass der Betreiber in den Sozialen Medien „Da RWE sinnloser Weise meint, den Hambacher Wald abholzen zu müssen, möchten wir keinerlei geschäftliche Kontakte mit Ihnen aufrecht erhalten. […] Wir werden nie wieder von RWE oder versteckten Töchtern Strom beziehen.“ [via Humboldthain Online]

Dates
Semesterstart Kritische Orientierungswochen an der Beuth
15. bis 26.10.2018 | Beuth-Hochschule | kow.studis-hbt.de

Demo #unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung – für eine offenen und freie Gesellschaft
13.10.2019 | 12.00 Uhr | Alexanderplatz | unteilbar.org

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+++ 02. Oktober 2019 +++

Globales Netzwerk für Flugalternativen Ein neues globales Netzwerk will sich für Transportalternativen zum Fliegen stark machen. Durch gegenseitige Unterstützung der Netzwerkmitglieder, Erfahrungsaustausch und Kampagnen für eine Reduzierung von Flugbewegungen und deren negative Auswirkungen. Die Vision: Mobilität innerhalb der Grenze, die die Erde aushalten kann. [Stay Grounded Online]

Mehr Fahrrad, weniger Auto Um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, müsste der Verkauf von Benzin- und Dieselautos laut einer aktuellen Studien ab 2030 gestoppt werden, Hybrid-Autos dürften ab 2035 nicht mehr zugelassen werden. [via The Guardian Online]

Ökomarkt auf dem Leo Auf dem Leopoldplatz im Wedding befindet sich, man mag es kaum glauben, der älteste noch bestehende Ökomarkt der Stadt. Immer dienstags und freitags jeweils von 10 bis 17 Uhr gibt es Biobrot, Bio-Obst und -Gemüse, Bio-Milch und -Käse und frische Säfte. [via Weddingweiser Online]

Dates
Festival urbanize! bewegung.macht.stadt.
05. bis 14.10.2018 | berlin.urbanize.at

Demo Wald retten – Kohle stoppen
06.10.2019 | 12.00 Uhr | Hambacher Forst | stop-kohle.de
(Busfahrten von Berlin aus: bund.de)

Demo #unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung – für eine offenen und freie Gesellschaft
13.10.2019 | 12.00 Uhr | Alexanderplatz | unteilbar.org

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+++ 25. September 2019 +++

Ein Lied zum Wald Der Liedermacher Bodo Wartke hat ein kluges Stück zur aktuellen Situation im Hambacher Wald geschrieben. Hörenswert! Bodo Wartke – Hambacher Wald [via youtube Online]

Buchempfehlung – An Atlas of Commoning: Orte des Gemeinschaffens (Deutsche Ausgabe) „An Atlas of Commoning“ entfaltet ein Netzwerk der Ideen für ein solidarisches und emanzipatorisches Gemeinschaffen, welches das Individuum nicht in der Gemeinschaft gleichschaltet, sondern das Einzigartige, das Andersartige und das Besondere zu entscheidenden Qualitäten des Miteinanders macht. [via Zabriskie Bookshop Online]

Null Schiffe Dem einzigen privaten Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer wird nach Angaben Panamas auf Wunsch Italiens die Zulassung entzogen. Laut panamaischer Schifffahrtsbehörde habe die Regierung Italiens geäußert, der Kapitän der „Aquarius 2″ habe sich Anweisungen widersetzt. Das Schiff wird von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben. [via Tagesschau Online]

Sonderausstellung Museum für Naturkunde Wie wollen wir mit der Zukunft unseres Planeten umgehen? Dieser Frage widmet das Museum für Naturkunde eine Sonderausstellung. Gemeinsam mit Forschern des Joint Research Centers der Europäischen Kommission und dem Fotokünstler J Henry Fair präsentiert „benennt ARTEFAKTE die Herausforderungen, die hinter den Bildern stecken, wie Wissenschaft und Politik Lösungen erarbeiten und welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann“. [via Museum für Naturkunde Online]

Dates
gebraucht kaufen Flohmarkt am Pankeufer
30.09.2018 | 11.00 Uhr | flohmarkt.pankeufer.de

Demo #unteilbar – Solidarität statt Ausgrenzung – für eine offenen und freie Gesellschaft
13.10.2019 | 12.00 Uhr | Alexanderplatz | unteilbar.org

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+++ 18. September 2019 +++

Strassen aus Plastik Der erste Fahrradweg aus recycelten Plastikmaterial wie Flaschen, Bechern und Verpackungen ist in den Niederlanden eröffnet worden. Der 30 Meter lange Abschnitt ist Teil eines Pilotprojekts, indem landesweit weitere Strassen entstehen könnten. [via The Guardian Online]

Günstig aber wirkunsgvoll Zu enges Überholen von Fahrradfahrenden durch den motorisierten Individualverkehr ist mindestens so unangenehm wie gefährlich. Von einem simplen wie kostengünstiges Mittel und dessen überzeugender Wirkung wird aktuell in den Sozialen Medien geschwärmt: die Schwimmnudel. Quer zur Fahrbahn rechtsbündig auf den Sattel geklemmt hält sie all zu kontaktfreudige Autos auf Abstand. [via Twitter Online]

BVG will U-Bahnhöfe im Winter nicht mehr für Obdachlose öffnen Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen U-Bahnhöfe in den Wintermonate abschließen. Man sei mit der Situation überfordert, die Zahlen hätten sich teilweise verzehnfacht. In die Kälte schicken wolle die BVG aber niemanden, sagte die BVG-Chefin. Man sei sich der sozialen Verantwortung bewusst, brauche aber Unterstützung. [via Tagesspiegel Online]

Dates
Festival Stadt Land Food
06. & 07.10.2018 | Markthalle 9 | stadtlandfood.com

Stricken Knit in + Info | Rote Linie stricken
24.09.2018 | 19.00 Uhr | Projektraum Baumhaus | baumhausberlin.de

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+++ 11. September 2018 +++

Acht Arten für immer verloren Eine neue Studie hat gezeigt, dass im derzeitigen Jahrzehnt bereits acht Vogelarten ausgestorben sind. Darunter z.B. der Spix Ara, eine im brasilianischen Regenwald heimische Papageienart. Gründe für das Aussterben sind vor allem massive Abholzungen in Lateinamerika. [via The Guardian Online]

Nachhaltig reisen wird teurer Bahnkunden müssen sich trotz zunehmender Verspätungen auf die nächste Preiserhöhung einstellen. Konzernchef Richard Lutz kündigte am Donnerstag ohne konkrete Angaben höhere Tarife für Fahrten in ICE und Intercitys an. „Die Leistungen und das Angebot der Bahn sind nicht so, dass höhere Preise gerechtfertigt wären“, sagte Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, in der „Passauer Neuen Presse“. [via Neues Deutschland Online, Spiegel Online]

Treffen zwischen RWE und Umweltschutzverbänden ergebnislos Der Energiekonzern RWA hält an seinen Plänen zur Rodung des Hambacher Forst fest. Nach einem Verständigungsversuch stellt RWE klar: „Es bleibt bei dem derzeit geplanten Rodungsbeginn.“ Lediglich begonnen werden soll ab dem letzten geplanten Sitzungstag der Kohlekommission am 15. Dezember. Im Gegenzug sollten die Verbände die Rodung des Waldes akzeptieren. „Dazu waren die Umweltverbände nicht bereit“, teilte RWE mit. „Damit bleibt es bei dem derzeit geplanten Rodungsbeginn ab Mitte Oktober.“[via Aachener Zeitung Online]

Dates
Demo Bye Bye Plastik
15.09.2018 | 11.30 Uhr | facebook.com/events/389605548237706/

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+++ 04. September 2018 +++

Überforderung in Dresden Am Kontext eines Besuchs Angela Merkels in Dresden kontrolliert die Polizei den Fernsehjournalist Arndt Ginzel und seinen Kameramann. Ginzel lud das Video bei Twitter hoch. Die Tageszeitung taz veröfffentlichte nun das Protokoll des Hergangs nach Sichtung des gesamten Bildmaterials mit Unterstützung von Frontal21. Die Frage, ob die sächsische Polizei alles richtig gemacht hat oder , wird weiter diskutiert. [via taz Online]

Seehofer gibt Schirmherrschaft für Nachbarschaftspreis ab Wegen der Schirmherrschaft von Seehofer zogen zwei Initiativen ihre Bewerbung zurück. Jetzt hat Seehofer selbst sich vom Preis zurückgezogen. [via Tagesspiegel Online]

Bio im Kiez Bio einkaufen geht auch im Kiez, z.B. in der Tegeler Strasse im Sprengelkiez.
Im kleinen aber feinen Vollsortiment finden sich auch viele Produkte aus der Region, z.B. Gemüse und Brot. Außerdem gibt es leckeren Kaffe und dazu passend ein wechselndes Kuchenangebot. Bioladen, Tegeler Straße 30, Montag bis Freitag, 10.00 bis 18.00 Uhr, Samstag 9.00 bis 14.00 Uhr

Dates
Demo Bye Bye Plastik
15.09.2018 | 11.30 Uhr | facebook.com/events/389605548237706/

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+++ 28. August 2018 +++

Eine Mehrwegdose für die Wursttheke An der Frischetheke von Edeka in Büsum läuft derzeit ein Praxistest für Mehrwegdosen statt Einwegverpackungen. Die Aus- und Rückgabe der Dosen funktioniert als Pfandsystem. So soll sich das Müllaufkommen nachhaltig verringern. Darüber, wie nachhaltig die Dosen selbst produziert sind, gibt Edeka keine Auskunft. [via taz Online]

ÖPNV in Wedding Seit einigen Jahren schon läuft der Ausbau des S Bahn-Abschnitts S 21, Ende 2020 soll der Verkehr mit Kurzzügen zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof starten. Hoch belastete Busstrecken wie der M 27 sollen mehr auf die Schiene verlegt werden, in diesem Fall mit der Verbindung der bestehenden Tramstrecken in Pankow mit der bald im Bau befindlichen Straßenbahntrasse zum U-Bahnhof Turmstraße in Moabit. [via Weddingweiser Online]

Dates
einkaufen Direkt Konsum – solidarisch und direkt wirtschaften!
Information – Verkostung – Verkauf
13.09.2018 | Ableger | bbb.wandelwoche.org

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+++ 21. August 2018 +++

Vattenfall entdeckt den Elektro-Roller Ein Teil der Elektro-Rollerflotte von Emmy wird ab sofort im Co-Branding mit Vattenfall durch die Straßen Berlins und Hamburgs fahren, wie Vattenfall am Donnerstag mitteilte. Das sei Teil einer neuen Marketing-Kooperation mit dem Berliner Elektro-Roller-Sharingdienst, heißt es beim schwedischen Energiekonzern. Die Community ist wenig begeistert, das Unternehmen Emmy erntet zahlreiche negative Kommentare in den Sozialen Medien für diesen Entschluss. [via Kommunale Wirtschaft online]

Regionalwer AG gegründet Die Region Brandenburg hat nun eine Regionalwert AG. Ihr Ziel: mithilfe von Bürgeraktien in regionale Betriebe im Bereich regionale Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung investieren. Dazu zahlen neben Landwirtschaftsbetrieben auch der Handel und die Gastronomie. Der erhoffte Effekt: Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Betriebe und gute Lebensmittel bleiben in der Region und mehr Land wird ökologisch bewirtschaftet. [via Regionalwert AG Online]

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+++ 14. August 2018 +++

Anfrage im Abgeordnetenhaus zur Zukunft des himmelbeets Der bedrohte Weddinger Gemeinschaftsgarten himmelbeet war Thema im Abgeordnetenhaus. In der Antwort zu einer kleinen Anfrage heisst es: „Es wird als realistisch angesehen, für den Gemeinschaftsgarten eine Fläche im öffentlichen Raum auf dem oder in unmittelbarere Nähe zum Leopoldplatz anzubieten und alle planungsgrechtlichen und nutzungsrechtlichen Bedingungen, die dafür notwendig werden, zu schaffen.“ [via Abgeordnetenhaus Berlin Online: http://pardok.parlament-berlin.de]

Untersuchungsausschüsse im ZK/U gestartet Am Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) ist eine Reihe von Untersuchungsausschüssen gestartet, um lokale Diskurse mit globalen Praktiken zu verknüpfen und konkrete Herausforderungen in Berlin international verständlich zu machen. Der erste Ausschuss „Gemeingut Grün“ beschäftigt sich für drei Monate mit öffentlich und gemeinschaftlich genutzten Grünflächen in Berlin. [via ZK/U Online]

So sieht der Klimawandel aus Das „Gesicht“ des Klimawandels zeige sich über globale Extremwetterereignisse. Das sagt der einer der führenden Klaimawissenschaftler Prof. Michael Mann. Insbesondere extreme Hitzewellen und Brände sind die Folgen der globalen Klimaerwärmung, die bereits jetzt sichtbar werden. [via The Guardian Onine]

Dates
Nazi raus Proteste gegen den Rechtsextremen „Heßmarsch“
18.08.2018 | berlin-gegen-nazis.de

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___________S O M M E R P A U S E___________

 

+++ 31. Juli 2019 +++

Fußgängerweg statt Rathausvorplatz Nach einer langen Diskussion, ob der neu gestaltete Rathausvorplatzes an der Müllerstrasse in Wedding nach den beiden NS-Widerstandskämpfer*innen Elise und Otto Hampel, hat die Posse nun ein Ende. Das Bezirksamt hat entschieden den Abschnitt eines Fußgängerweges zwischen Genter Straße und Müllerstraße Elise-und-Ot- to-Hampel-Weg zu nennen. [via Berliner Woche Online]

Von Gesundbrunnen in die Heide Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hat beschlossen, die Heidekrautbahn in das aktuelle Ausbauprogramm aufzunehmen. Begründet ist die Entscheidung vor allem als Reaktion auf die steigenden Einwohner*innenzahlen im Berliner Norden und den Vororten. Ab 2021 gäbe es dann eine Verbindung von Gesundbrunnen bis in die Schorfheide. [via Abendschau Online]

Moabit hilft! lehnt Nominierung zum Deutschen Nachbarschaftspreis ab Begründet mit den aktuellen Aussagen des Innen- und Heimatministers Horst Seehofer, lehnt der Moabiter Verein Moabit hilft! die Nominierung zum Deutschen Nachbarschaftspreis ab. Seehofer hat die Schirmherrschaft des Preises inne. [via Tagesspiegel]

Elin Ersson verhindert Abschiebung nach Afghanistan Errson verhinderte die Abschiebung von mehreren Personen nach Afghanistan, indem sie sich weigerte, ihren Sitzplatz im Sitzplatz im Flugzeug einzunehmen. Die Maschine konnte so (vorerst) nicht starten. Mit ihrer Kamera dokumentierte sie den Hergang, das Video wurde im Netz tausendfach geteilt. [via Blogrebellen Online]

Dates
Film Gartenkino „Das Wunder von Mals“ + Filmsgespräch mit dem Regisseur
27.07.2018 | 20.00 Uhr | himmelbeet | himmelbeet.de

Netzwerk #zusammenfuerwohnraum
31.07.2018 | 19.00 Uhr | PA 58 | zusammenfuerwohnraum.noblogs,org

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+++ 24. Juli 2018 +++

Neue Partei arbeitet im Wedding Die junge Partei Demokratie in Bewegung hat sich für die Europawahl viel vorgenommen, sie will ein „Update für die Demokratie“ sein. In einem Co-Working-Büro im Brunnenviertel hat eine von mehreren offiziellen Adressen. Anlass für ein paar Fragen an die neue Partei. Das gesamte Interview ist im Weddingweiser erschienen: Weddingweiser Europawahl: Kommt die Demokratie in Bewegung? [via Weddingweiser Online]

Weltüberlastunsgtag 2019 Am 1. August ist Weltüberlastungstag. Das bedeutet: bis zu diesem Stichtag sind alle Ressourcen verbraucht, die der Menschheit ohne nachhhaltige Schäden zu verursachen zur verfügung stehen. [via Inkota Netzwerk Online]

Massive Bebauung trotz Bürger*innenentscheid 2008 hat die Initiative Mediaspree für eine Freihaltung des Spreeufers zwischen East Side Gallery und Jannowitzbrücke gekämpft. Heute, zehn Jahre später, ziehen die Macher*innen eine bittere Bilanz. Trotz des erfolgreichen Bürger*innenentscheids Spreeufer für alle entstaht am Uferabschnitt z.B. ein 130 Meter langer Hotel- und Wohnriegel des Investors Trockland. Weitere Hoch- häuser sind entweder in Bau oder geplant. [via Berliner Zeitung Online]

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+++ 17. Juli 2018 +++

Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und Selbstmordrate Eine aktuelle Studie kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: sie zeigt einen Zusammenhang zwischen steigenden Temperaturen und einer zunehmenden Selbstmordrate auf. Möglicherweise ist der Zusammenhang zwischen dem bereits erwiesenen Effekt, dass Wirtschaftskrisen zu einem Anstieg von Selbstverletzungen führt, warnen die Wissenschaftler*innen. [via The Guardian Online]

Informationsstele für Elise und Otto Hampel Zwei Gedenkstelen am Rathaus Wedding erinnern an die NS-Wiederstandkämpfer*innen Elise und Otto Hampel enthüllt. Das Ehepaar hatte zwischen 1940 und 1942 in der Umgebung ihrer Weddinger Wohnung handbeschriftete Postkarten verteilt, in denen sie zum Widerstand gegen das Nazi-Regime aufriefen. Nachdem sie denunziert wurden, folgte die Hinrichtung in Plötzensee 1943. [via Neues Deutschland Online]

Antisemitischer Übergriff auf Gäste in Weddinger Lokal Zwei Männer sollen in der Nacht zu Freitag Gäste eines Lokals in Wedding antisemitisch und volks- verhetzend beleidigt und einen Mann getreten haben. Die Polizei teilte am Freitagmorgen mit, mehrere Strafverfahren gegen die Männer im Alter von 48 und 49 Jahren eingeleitet zu haben. [via Berliner Woche Online]

Dates
ackern Bohnenernte bei der Solidarischen Landwirtschaft Biokräuterei Oberhavel
25.07.2018 | 08.00 Uhr | Biokräuterei Oberhavel | biokraeuterei.de

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+++ 10. Juli 2018 +++

In Sikkim nur bio In Sikkim, dem zweitkleinsten Bundesstaat Indiens, ist alles Bio: Im Januar 2016 erklärten der indische Premierminister Narendra Modi und Sikkims Premierminister Pawan Kumar Chamling, dass die gesamte Landwirtschaft im Staat nun nach ökologischen Kriterien erfolge. [via brand eins Online]

EuGH verurteilt Deutschland wegen zu viel Nitrat im Grundwasser Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat Deutschland wegen der Verletzung von EU-Recht verurteilt. Das Gericht ist überzeugt: die Bundesregierung hat zu wenig gegen Nitrate im Grundwasser unternommen, geklagt hatte die EU-Kommission. Nitrat kommt überwiegend als Düngemittel aus der Landwirtschaft in die Natur. Aus Nitrat entsteht durch chemische Prozesse Nitrit, das für Menschen schädlich sein kann. [via Süddeutsche Zeitung Online]

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do it yourself Freitag ist Backtag | Brot & Brötchen
20.07.2019 | 18.00 Uhr | himmelbeet | himmelbeet.de

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+++ 03. Juli 2018 +++

Namensgeber der Beuth-Hochschule war Antisemit Der Name der Hochschule ist schwer zu übersehen – in überlebensgroßen Lettern steht der Namensschriftzug direkt vor dem Hauptgebäude an der Luxemburger Strasse im Wedding. Ein neues Gutachten bestätigt nun: der Namensgeber Christian Peter Beuth war ein radikaler Antisemit. Wie mit den Erkenntnissen zur Biographie Beuths an der Hochschule umgegangen werden soll, wird bereits seit längerem diskutiert. [via Weddingweiser Online]

Koloniestrasse 10 vorerst sicher Die Bewohner*innen, Künstler*innen und Gewerbetreibenden in der Koloniestraße 10 in Wedding die von Verdrängung bedroht sind. Die Bezirksverordnetenversammlung hat am Abend beschlossen, den rund um die Koliniestrasse zum Milieuschutzgebiet „Reinickendorfer Straße“ zu machen. Für die von Verdrängung bedrohten Bewohner*innen, Künstler*innen und Gewerbetreibenden in der Koloniestraße 10 ist das ein gutes Zeichen. Der Verkauf der Koloniestraße 10 an die ZBI Invest Erlangen könnte so noch verhindert werden. Bei der Abstimmung enthielten sich die Fraktionen der FDP und der AfD, alle anderen stimmten dafür. [via Tagesspiegel Online]

Berliner befürworten Besetzungen Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie Berliner*innen zum Thema Besetzungen eingestellt sind. 53 Prozent der befragten Bürger*innen halten dies für ein legitimes Mittel, um auf das Thema Wohnungsnot aufmerksam zu machen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der Berliner Zeitung. [via Berliner Zeitung online]

Dates
Diskussion Wem gehört die Stadt?
06.07.2018 | 16.00 Uhr | himmelbeet | himmelbeet.de

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+++ 26. Juni 2018 +++

Bundeswehr an der Beuth Nach Informationen der Autonomen Linken Liste der Beuth-Hochschule ist geplant, dort in Kooperation mit der Bundeswehr, Soldat*innen im Bereich Geodäsie ausbilden zu lassen. Entstehenden Kosten soll die Hochschule und nicht die Bundeswehr tragen. Hintergrund ist, dass die Hochschule im Wedding bisher über keine „Zivil-Klausel“ verfügt. Andere Hochschulen und Universitäten verpflichten sich mit solchen Klauseln, ihre Forschung und Lehre stets nur in den Dienst ziviler Zwecke zu stellen. [via Autonome Linke Liste Beuth Hochschule Online]

Bezirk kauft Häuser über das Vorkaufsrecht Der Bezirk Mitte kauft zwei Grundstücke in Wedding über das Vorkaufsrecht. Die entsprechenden Bescheide seien am Donnerstag verschickt worden, teilte Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) am Abend in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit. Es handelt sich um die Grundstücke Kameruner Straße 12/Togostraße 72-73 im Milieuschutzgebiet Seestraße mit 36 Wohneinheiten sowie um das Grundstück Müllerstraße 166a-167 mit 27 Wohneinheiten im Milieuschutzgebiet Sparrplatz. [via Tagesspiegel Online]

Alles so schön gelb hier Nach der Greenpeace-Aktion am Großen Stern ermittelt nun die Polizei. Die Umweltaktivist*innen hatten 3000 Liter Farbe auf der Straße rund um den Großen Stern ausgeschüttet, um ein Zeichen für den raschen Kohleausstieg zu setzen. [via Tagesspiegel Online]

Weniger Wolken führen zu hohem Brandrisiko Die Wolkendeckung im Golden State nimmt durch die globale Erwärmung ab, wodurch das Risiko größerer und intensiverer Feuer in der Natur zunimmt, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse. [via The Guardian Online]

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+++ 19. Juni 2019 +++

Simit Evi bleibt Das Café und Frühstückshaus Simit Evi am Weddinger Leopoldplatz bekommt nach einem entsprechenden Beschluss des Bezirksamtes Mitte eine Vertragsverlängerung bis März 2018. Wegen anstehenden kostenintensiven Sanierungsarbeiten ist der bezirkseigene Bau von Abriss bedroht. [via Bezirksamt Berlin Mitte Online]

Klare Worte In ihrem Essay „Setzt! Endlich! Grenzen“ in der Süddeutschen findet Sylvia Liebrich klare Worte: „Viele Menschen, auch in Deutschland, sind sich der verheerenden Folgen dieses Verhaltens bewusst, doch sie fühlen sich ohnmächtig. Sie wissen nicht, wie sie effektiv handeln können und versuchen es erst gar nicht.“ Vielen Menschen fehle auch ein geeigneter Ordnungsrahmen für Verhaltensänderungen. [via Süddeutsche Zeitung Online]

Berliner soziale Träger positionieren sich In der gemeinsansamen Erklärung „Für Menschenrechte und eine demokratische Kultur – Erklärung Berliner Träger aus dem sozialen Bereich“ bekennen sich 55 Berliner Träger gegen rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen und Organisationen. Unterzeichnet haben unter Anderem die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH, MBR Berlin TBB Berlin-Brandenburg. „Wir wollen die Deutungshoheit nicht der AfD überlassen. Wir wollen mit vielen Menschen zusammen für eine solidarische, inklusive Stadtgesellschaft einstehen.“ sagt Andreas Wächter, Geschäftsführer der pad gGmbH und einer der Initiatoren der Erklärung [via Nachbarschaftsetage Osloer Strasse Online]

Tödliche Radunfälle Innerhalb von 24 Stunden sind in Berlin zwei Kinder beim Radfahren ums Leben gekommen. Die Initiative Volksentscheid Fahrrad ist bestürzt und äußert sich zu den Vorfallen: „Wir sind zutiefst traurig und betroffen. Wir rufen zu einer Trauerkundgebung und Mahnwache an diesem Donnerstag und Freitag auf.“ [via Volksentscheid Fahrrad Online]

Eis schmilzt schneller Das Eis der Arktis schmilzt schneller als jemals zuvor. Das zeigen zwei neue Studien, erstellt unter anderem von Wissenschaftler*innen aus Großbritannien und den USA. Der aus dem Abschmelzen resultierende Anstieg des Meeresspiegels könnte demnach katastrophale Folgen für Städte weltweit haben. [via The Guardian Online]

Entwurf des Weltklimarates geleaked Der erst im Oktober erscheinende Sonderbericht des Weltklimarates wurde geleaked und in Teilen in seiner Entwurfsfassung veröffentlicht. Eine wesentliche Botschaft darin: Ohne tiefgreifende Maßnahmen und den Stopp der Globalen Erwärmung ist eine Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels nicht möglich. [via The Guardian Online]

Retouren für den Müll Der Onlinehändler Amazon vernichtet massenhaft Retouren und neuwertige Produkte. Das ergaben Recherchen von Frontal 21 und der WirtschaftsWoche. Auch externe Anbieter entsorgen unverkaufte Ware über Amazon. Eine Amazon-Mitarbeiterin berichtet, dass sie jeden Tag Waren im Wert von mehreren 10.000 Euro vernichtet habe. [via Greenpeace Deutschland Online]

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Demo Stop Kohle
24.06.2018 | 12.00 Uhr | Bundeskanzlerinamt | stop-kohle.de

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+++ 12. Juni 2019 +++

Nix los im Schäfersee Der Schäfersee an der Grenze von Wedding zu Reinickendorf. Ökologisch betrachtet ist das kreisrunde eiszeitlich entstandene Gewässer eine Katastrophe. Der Grund ist die hohe zufuhr von Abwässern aus den umliegenden Hauptverkehrsstraße. So gelangen große Mengen Schadstoffe ins Wasser, ab einer Tiefe von 2,5 Metern kreucht und fleucht nichts mehr. (via Weddingweiser)

Die Plumpe kommt Der Wedding bekommt die Plumpe, eine Zeitung zu dem, was im Wedding passiert. „Wir wollen über die sozialen Kämpfe in unseren Kiezen berichten und euch Nachbar*innen darüber informieren, was nebenan passiert.“ sagen die Macher*innen. [via Plumpe Online]

Haus der Statistik geht an das Land Berlin Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dem Verkauf des Haus der Statistik am Alexanderplatz zugestimmt. Der 1968 errichtete Bau soll bis 2022 saniert und auf 65.000 Quadratmeter auf verschiedene Weise genutzt werden, neben der Öffentlichen Verwaltung hat hier auch die sozio kulturelle Initiative Haus der Statistik Platz, gefunden. [via Tagesspiegel Online]

Antrag zu Zero Waste Das Abgeordnetenhaus von Berlin fordert den Senat in einem von allen Fraktionen unterstützten Antrag auf, die Berliner Abfallwirtschaft am Leitbild von weitestgehender Abfallvermeidung auszurichten. [via Berliner Zeitung Online]

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Fußball-Kundgebung Kick google aus dem Kiez
14.06.2018 | 20.00 Uhr | Umspannwerk Kreuzberg | bizim-kiez.de

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+++ 05. Juni 2018 +++

Leihräder für alle Die Weddinger Kids fahren Rad, seit neuestem. Auf den Leihrädern einer Chinesischen Firma cruisen sie durch den Kiez – der Umwelt gefällts! [via Weddingweiser Online]

Mobilitätsgesetz Berlin kommt Die Berliner Regierung hat sich auf das Mobilitätsgesetz geeinigt, es kommt am 7. Juni zur Beschlussfassung auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses, am 20. Juni soll dann die Abstimmung im Hauptausschuss erfolgen. Schließlich am 28. Juni 2018 soll dann das Plenum das Mobilitätsgesetz rechtsgültig beschließen. [via Volksentscheid Fahrrad Online])

In Badeshorts nach Hause Einmal in Ruhe baden – das hat sich AfD-Chef Alexander Gauland vermutlich gewünscht, doch es kam anders. Unbekannte stahlen seine Bekleidung während er im Heiligen See Abkühlung suchte. Der Staatsschutz ermittelt nach einer Anzeige durch Gauland. [via Abendblatt Online]

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Aktionsmonat Black Lives Matter
ab 01.06.2018 | blacklivesmatterberlin.de

Picknick Aufstand am Tellerrand
15.06.2018 | 11.00 Uhr | TAK Aufbauhaus & Prinzessinnengarten | rosalux.de

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03. September 2019

Wir brauchen einen neuen Wachstumsbegriff Maja Göpel, Generelsekretärin des WBGU und Mitbegründerin von Scientists for Future sagt im Gespräch mit Netzpolitik: „Beim nachhaltigen Wirtschaften reden wir also über einen tiefgreifenden Strukturwandel, für den es vernünftige Ziele und Indikatoren geben sollte. Im öffentlichen Diskurs denken beim Thema Wachstum immer alle an das Bruttoinlandsprodukt.“ Das ganze Interview ist auf netzpolitik.org nachzulesen [via Netzpolitik Online]

Urban Farming Projekt Paris Das größte Urban Farming Projekt auf eienr Dchfläche startet in Paris. Auf 14.000 Quadratmetern im 15. Arrondissement sollen Obst und Gemüse kultiviert werden. 30 verschiedene Sorten sollen angepflanzt werden, in der Hochsaison rechnen die Betreiber*innen mit einer Ernte1 von 1.000 Kiligramm pro Tag (das sind 1,4 ha) [via Kommunal Online]

EU wirkt Seit Samstag steht der Braunkohletagebau Jänschwalde still. Das Verwaltungsgericht Cottbus entschied dies auf der Grundlage einer nicht verlängerten Frist für die Vorlage der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den tagebau als Voraussetzung für dessem Weiterbetrieb. Zurückzuführen ist der Vorgang auf eine Beschwerde durch die NGO’s Deutsche Umwelthilfe und Grüne Liga, die bereits im Juli eine sofortigen Stopp der Arbeiten im Tagebau gefordert hatten [via rbb24 online]

XR bei UN Youth Climate Summit Am 21. September findet in New York das erste UN Youth Climate Summit statt. Die Veranstaltung ist eine Plattform, auf der junge Persönlichkeiten der Klima-Szene weltweit, Lösungsansätze präsentieren und mit den Entscheidungsträgern die größte Herausforderung unserer Zeit zu diskutieren. Pamela Elizarraras Acitores von Extinction Rebellion wird dabei sein [Extinction Rebellion Online, © Extinction Rebellion]

Digitalisierung und Nachhaltigkeit Viele Protagonisten sehen in ihr auch eine bessere, eine grüneere Zukunft. Die Digitalisierung hat das Zeug, entscheidend zur Nachhaltigkeitswende beizutragen. Diese Stimmen sind aus der Szene zu hören, nicht zuletzt aus dem Silicon Valley. Doch auch diesem Markt Markt bleibt eins inne, seine Marktlogik und die folgt der Wachstumslogik. Was kann unter der Prämisse an positiven Effekten übrig bleiben? Diese und weitere spannende Fragen sind im Buch „Was Bits & Bäume verbindet“ enthalten, dass nach der Konferenz „Bits & Bäume die im vergangenen Jahr stattgefunden hat, entstanden ist. Kostenloser Download: oekom.de [via Netzpolitik Online]

Agrarwende in Brandenburg Es passiert viel im Agrarbereich rund um Berlin. Die Anzahl der lkologisch wirtschaftenden Agrarbetriebe nimmt zu, ein Beispiel ist die Sterngartenodysse, die in der Hauptstadt 500 Haushalte mit regionalem Gemüse versorgen. Doch der Bedarf kann nicht gedeckt werden, die Nachfrage ist größer als das Angebot, wenn es um regionale Biolebensmittel geht. Die meisten Landiwrtschaften in Brandenburg werden allerdings noch konventionell betrieben, insgesamt rund 85 Prozent. Die Zahl der Ökohöfe steigt jedoch stetig: in 2016 wurden mit 138.000 ha eine etwa doppelt so große Fläche ökologisch bewirtschaftet wie in 1999 [via Weddingweiser]

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